Wenn die Zeit für einen AUGENblick stillsteht
MOM[ent]O verzaubert Wiener Neustadt
- Foto: René Binder | ortner4DANCE
- hochgeladen von Angelika Ortner
Vier Vorstellungen, knapp 2.000 begeisterte Zuschauer und minutenlange Standing Ovations: Das moderne Tanzmärchen MOM[ent]O feierte im Stadttheater Wiener Neustadt einen großartigen Erfolg. Mit der Neuinszenierung von Michael Endes Klassiker „Momo“ traf das Team rund um Alexander und Angelika Ortner punktgenau den Nerv der Zeit.
MOM[ent]O 2026 ist weit mehr als eine Tanzshow – es ist eine Einladung, den Blick vom Smartphone zu heben und in die Augen des Gegenübers zu schauen. Knapp 50 Tänzerinnen und Tänzer nahmen das Publikum mit auf eine Reise an die Grenze zwischen Realität und Cyberwelt, von der Wärme einer idyllischen Kleinstadt in die Kälte des digitalen Raums. Eindringlich wurde auf der Bühne spürbar, wie Smartphones als permanente Begleiter den einst lebensfrohen Bewohnern Energie und Lebenszeit absaugten, bis diese nur noch Schatten ihrer selbst waren.
Nur das kleine Waisenkind Momo - berührend dargestellt von Lily Binder sowie Lilli Wlaka bei der Derniere - trotzte der Übermacht der Zeiträuber, die von der großartigen Carina Mitsch angeführt wurden, und bereitete den Menschen den Weg zurück in ihre eigenen Herzen.
Ein Ensemble in Höchstform
Die größte Kraft dieser ortner4DANCE Produktion lag im harmonischen Miteinander des gesamten Ensembles, das mit Herzblut und grandiosem tänzerischen Einsatz dieses moderne Märchen zum Leben erweckte. Der konsequenten Arbeit von Alexander Ortner, der selbst als Friseur Fusi auf der Bühne stand, ist es zu verdanken, dass alle Tänzerinnen und Tänzer ihre Rolle mit voller Überzeugung und Leidenschaft ausfüllten. Gemeinsam mit seiner Schwester Angelika Ortner (PR, Finanzen, auf der Bühne Wirtin Liliana) bildet er das Herzstück der ortner4DANCE company. Ilona Gappmaier-Ortner hauchte in ihrer Doppelrolle als Erzählerin und Beppo Straßenkehrer der Geschichte eine ganz besondere Seele ein.
Ein Familienprojekt mit Seele
Das in zahllosen Arbeitsstunden vom o4D-Team selbst entwickelte Bühnenbild und das bis ins letzte Detail ausgefeilte Lichtdesign gaben der Produktion - ebenso wie die entzückenden Kostüme - den letzten Schliff. Die jüngsten Tänzerinnen und Tänzer eroberten die Herzen der Zuschauer im Sturm.
Über 1.000 Schüler:innen und Lehrpersonen in den Schulvorstellungen sowie ein fast ausverkauftes Haus bei den beiden Abendvorstellungen bewiesen eindrucksvoll, wie aktuell Michael Endes Geschichte bis heute ist. Nach dem letzten Vorhang am Donnerstag Abend blieb vor allem eine Erkenntnis: Gemeinsam erlebte Zeit ist das kostbarste Gut.
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