Großliedl-Tunnel
Unfall forderte drei Todesopfer

Drei Wehren aus dem Lavanttal standen mit elf Fahrzeugen und 54 Mann im Einsatz.
  • Drei Wehren aus dem Lavanttal standen mit elf Fahrzeugen und 54 Mann im Einsatz.
  • Foto: FF Wolfsberg
  • hochgeladen von Simone Koller

Gestern Nachmittag ereignete sich auf der Südautobahn im Großliedl-Tunnel ein schwerer Unfall. 

BAD ST. LEONHARD. Eine Frau aus der Steiermark war auf der Südautobahn in Richtung Wien unterwegs, als ihr Fahrzeug aus derzeit unbekannten Gründen im Großliedl-Tunnel zum Stillstand kam. Ein nachkommender Lenker eines Sattelschleppers erkannte den angehaltenen Pkw nicht sofort und erfasste – trotz Ausweichmanöver – die 26-jährige Lenkerin, die sich beim Heck ihres Fahrzeuges befand. Drei Personen kamen bei dem Unfall ums Leben.

Auto blieb stehen

Am Dienstag, den 27. Oktober 2020, gegen 15.50 Uhr fuhr eine 26-jährige Frau aus Graz-Umgebung mit ihrem Pkw auf der Südautobahn (A2) in den Großliedl-Tunnel, der sich auf Höhe Schiefling befindet, ein. Sie war in Richtung Wien unterwegs. Im Auto befanden sich noch drei weitere Personen: ein 91-jähriger Mann, eine 79-jährige Frau und ein 14-jähriger Schüler, alle aus Graz-Umgebung. Das Fahrzeug kam aus derzeit unbekannten Gründen plötzlich im Tunnel zum Stillstand.

Lenkerin von Lkw erfasst

Die Lenkerin stieg daraufhin aus und begab sich zum Heck des Autos, die drei weiteren Personen blieben währenddessen im Fahrzeug. Ein nachkommender Lkw-Lenker erkannte das angehaltene Fahrzeug im Tunnel nicht sofort, woraufhin sich die Tragödie ereignete: Der aus Bosnien stammende 35-jährige Kraftfahrer versuchte noch mit seinem Sattelzugfahrzeug nach links auszuweichen, doch im Zuge dessen erfasste er mit seinem Lkw die 26-jährige Pkw-Lenkerin. Sie erlitt tödliche Verletzungen. Mit der rechten Fahrzeugseite prallte der Kraftfahrer gegen das Heck des stehenden Autos, das dadurch rund 60 Meter nach vorne geschleudert wurde.

Zwei Mitfahrer getötet

Die links hinten sitzende 79-jährige Frau erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der 91-jährige Mann auf dem Beifahrersitz und der 14-jährige Schüler wurden von Ersthelfern aus dem Fahrzeug geborgen. Nach notärztlicher Erstversorgung brachten Rettungskräfte den 91-Jährigen in das Landeskrankenhaus (LKH) Wolfsberg, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. Der 14-jährige Bursche wurde mit dem Rettungshubschrauber C11 in das Klinikum Klagenfurt geflogen, auch er erlitt schwere Verletzungen. 

Mehr als vier Stunden gesperrt

Der Lenker des Sattelschleppers erlitt beim Verkehrsunfall keine Verletzungen, der vorgenommene Alko-Test verlief negativ. Sein Fahrzeug wurde erheblich beschädigt und am Pkw entstand Totalschaden. Im Einsatz standen drei Feuerwehren aus dem Bezirk Wolfsberg mit elf Fahrzeugen und insgesamt 54 Mann, das Rote Kreuz, der Rettungshubschrauber sowie Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Wolfsberg. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde ein KFZ-Sachverständiger zur Unfallerhebung beigezogen.
Laut Polizeiinspektion (PI) Wolfsberg war der Abschnitt der Autobahn von 15.50 bis 20.30 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Eine Ableitung über die Anschlussstelle Bad St. Leonhard auf die Packer Straße wurde eingerichtet.

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