18.08.2016, 14:11 Uhr

Alte Marienstatue in St. Johann in neuem Glanz

Wolfsbergs Dechant Engelbert Hofer, Ingold Termoth und Hubert Müller (von links) (Foto: KK)

St. Johann: Ingold Termoth restaurierte ein Frauenbild aus dem 18. Jahrhundert.

petra.moerth@woche.at

ST. JOHANN. Beim Abbau der Orgel im April des Vorjahres entdeckten die St. Johanner im Dachboden unter dem Glockenturm in der Filialkirche alte Reliquien. Darunter befand sich auch eine verschmutzte und beschädigte Muttergottesstatue mit dazugehörigem Tragegerüst aus dem 18. Jahrhundert.
"Wir fanden dieses Frauenbild in einem sehr schlechten Zustand vor", erzählt der Wolfsberger Pfarrgemeinderat Ingold Termoth, der sich bereit erklärt hatte, die gefundene Muttergottesstatue nach seinen Fachkenntnissen zu restaurieren. Solche Frauenbilder seien früher bei Prozessionen von weiß gekleideten Mädchen getragen worden.

Neue Flügerl aus Holz


"Ich habe die Muttergottesstatue innerhalb von 16 Monaten in Kleinarbeit mit neuer Vergoldung auf eigene Kosten renoviert. Zum Beispiel habe ich ihr aber auch neue Flügerl aus Holz dazugeschnitzt", berichtet der Betreiber des privat geführten K.u.K. Museums in der Wolfsberger Johann-Offner-Straße 24. Die Restauration des in der Zwischenzeit von Dechant Stadtpfarrer Engelbert Hofer eingeweihten Frauenbildes hätte dem gelernten Maler und Renovierer Termoth einige Hundert Euro aus seiner privaten Brieftasche gekostet.
"Ich habe das sehr gerne für die Kinder gemacht, damit die das Frauenbild wieder tragen können", begründet er. Für die Renovierung des Tragegerüstes zeichnete laut Termoth Hubert Jöbstl verantwortlich.

ZUR SACHE:
Zum Anlass Maria Heimsuchung (2. Juli) wurde das restaurierte Frauenbild bereits am 3. Juli durch Dechant Stadtpfarrer Engelbert Hofer in der Filialkirche St. Johann gesegnet.
Die Schmückung mit den Buxbaumkränzchen übernahm dabei in liebenswerter Weise Hubert Müller.
Die Filialkirche dankt allen sehr herzlich für das Bemühen, alte Traditionen im christlichen Glauben weiterzutragen.
Die Marienstatue wird jeweils im Wonnemonat Mai am Hochaltar in der Filialkirche St. Johann zu sehen sein.
Die Verantwortlichen wünschen allen Segen und Freude bei der Betrachtung der Gottesmutter im Gebet, die als Fürsprecherin bei Gott dem Herrn wirksam ist.

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