25.07.2016, 12:34 Uhr

Sommerkonzert der BIG BAND WEST 2016

Deutschlandsberg: Laßnitzhaus | Als Zeugen eines musikalischen Feuerwerks dürfen sich die Besucher des diesjährigen Sommerkonzerts der Big Band West bezeichnen, welches am Donnerstag, dem 14. Juli, im Laßnitzhaus in Deutschlandsberg über die Bühne ging.
Die im Vorjahr wiedergegründete Formation gewährte dem begeisterten Publikum einen abwechslungsreichen Einblick in Vielfalt der Big-Band-Musik – von bekannten Melodien der Swing-Ära, bis hin zu mitreißenden Klängen aus dem Balkan, bewiesen die rund 20 Musiker musikalische Flexibilität.
Die erste Hälfte des Konzerts bot den Zuhörern nicht nur Klassiker wie „In The Mood“ oder „New York, New York“, sondern umfasste auch anspruchsvolle neuere Kompositionen unterschiedlicher Stilistik. In der zweiten Hälfte des Programms wurde dem erst kürzlich verstorbenen Pop- und Jazzsänger Roger Cicero ein Denkmal gesetzt, sowie anderen musikalischen Größen der letzten Jahrzehnte Tribut gezollt. So erklangen zum Beispiel gleich zwei Kompositionen des Österreichers Joe Zawinul.
Elmar Berger, der musikalische und organisatorische Leiter der BIG BAND WEST, legt bei der Zusammenstellung seiner Big Band großen Wert darauf, in erster Linie das musikalische Potential der Weststeiermark auszuschöpfen und erst bei personellen Engpässen auf andere Regionen zurückzugreifen. Umso erstaunlicher war das musikalische Niveau der Performance: Die BIG BAND WEST überzeugte nicht nur im homogenen Zusammenspiel, sondern auch durch ihre Vielzahl an jungen solistischen Ausnahmekönnern, um mit dem Leadtrompeter Matthias Bistan und dem Saxophonisten Anton Prettler nur zwei davon zu nennen. Gleich drei verschiedene Gesangssolisten überzeugten das Publikum: Der Grazer Michael Zuzanek ist nicht nur ein würdiger Sinatra-Interpret, sondern fand sich auch in den unglaublichen Höhen der Ballade „In diesem Moment“ von Roger Cicero zurecht. Elisabeth „Lili“ Stahl aus Pölfing-Brunn ist zu Recht keine Unbekannte mehr in der Region, was sie mit ihrer ausdrucksstarken Stevie Wonder-Interpretation wieder einmal untermauerte. Außerdem durften die Zuseher die stimmgewaltige Slowenin Alja Krušič aus Radlje ob Dravi erleben. Die Gewinnerin der Casting-Show "Slovenija ima talent" machte nicht nur bei der Ballade „At Last“ von Etta James, sondern auch bei flottem Klängen vom Balkanpopstar „Severina“ eine gute Figur.
Man darf hoffen, dass dieses Projekt auch im kommenden Jahr eine Fortsetzung findet, die Begeisterung des Publikums hat die BBW auf jeden Fall schon längst für sich gewonnen.

Text: Peter Aßlaber
Fotos: Werner Zoehrer
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