23.03.2016, 14:57 Uhr

Diese Kur wirft lange Schatten...

Im Aufenthaltsraum des Sanatoriums, wo sich Alice, Edith und Oder mit ihren Problemen freiwillig hinbegeben, um sich behandeln zu lassen, sorgen zahlreiche Requisiten für das entsprechende Ambiente.
Von Josef Fürbass

Im Haus des Wohlbefindens wird therapiert und verführt


Für seine erste Produktion im neuen Jahr verwandelt sich das Theater im Kürbis in ein Sanatorium. Dort wird nicht nur für das körperliche Wohl gesorgt. Der Kurschattenmann gibt dem Stück seinen Namen und sorgt bei den Damen für Herzklopfen und jede Menge Verwirrung. Die im höchsten Maße amüsante Komödie in vier Akten brilliert durch amouröse Verstrickungen und geballten Wortwitz. „Der Kurschattenmann“ von René Heinersdorff feiert – und das ist kein Scherz – am 1. April 2016 um 20 Uhr Premiere!


Julia Krasser und Matthias Kovac führen Regie. Krasser verkörpert eine Doppelrolle, denn sie mimt als Oda auch eine der drei Damen, die vom Kurschattenmann nach Strich und Faden becirct werden. Kein Frauenrock und kein Schwesternkittel ist vor ihm sicher...
Man fährt auf Erholung und bringt einen Kurschatten mit. Warum also sollte sich, was in der Praxis mehr oder weniger gut funktioniert, nicht auf der Bühne wiederholen? Die Wieser Kulturinitiative Kürbis tritt den Beweis dafür an, indem sie den „Kurschattenmann“ von René Heinersdorff nach allen Regeln der Verführkunst inszeniert.
Die Komödie spielt in keiner Psychiatrie, sondern im mit Requisiten üppig ausgestatteten Aufenthaltsraum eines Sanatoriums, wo Damen unterschiedliche Behandlungen erfahren. Im Zentrum des Geschehens stehen die drei Patientinnen Alice (Marianne Maget), Edith (Anita Jerabek), Oder und die Krankenschwester Isabell (Petra Fasching). Das männliche Pendant gibt Wolfgang Fasching als sehr präsenter Kurschattenmann. Ulrich umgarnt die Damen, macht ihnen schöne Augen und hat für jede eine eigene Geschichte parat. Er buhlt um ihre Gunst und ist mit dem, was er ihnen erzählt, auf unterschiedliche Art und Weise erfolgreich. Mal ist er Banker, dann wiederum Kapitän, Architekt oder Fotograf...
Im Raum steht die Frage nach der Motivation. Um was geht es Ulrich? Um Liebe, um das Finanzielle oder um das Spiel mit dem Feuer? „Das Stück nimmt ein spannendes Finale“, so Matthias Kovac. Folgt eine Schlussabrechnung für den umtriebigen Kurschattenmann? Die kurzen Dialoge strotzen nur so von Wortwitz. Keine Knappheit kennt das Gesamttextvolumen. „Eine große Herausforderung für die Schauspieler“, bemerkt Kovac.
Die Komödie wird nach ihrer Premiere noch insgesamt sieben Mal zur Aufführung gebracht: Am 3. April mit Beginn um 17 Uhr, am 6., 8., 9., 13., 15. und 16. April um 20 Uhr. „Es ist ein sehr lustiges und unterhaltsames Stück“ finden Julia Krasser und Matthias Kovac unisono. Also unbedingt Karten sichern: 03465/7038, 0664/1615554, www.kuerbis.at, kuerbis@kuerbis.at oder facebook.com/kuerbiswies

Fotos: Josef Fürbass
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