27.03.2016, 19:49 Uhr

Osterstriezelschnapsen im Stainzer Eckwirt

Sabrina Urbanzl wusste es: Um diese "Trophäen" ging es
Stainz: Eckwirt |

Mit Bauernschnapsen hatte der Bewerb wenig zu tun.

Gastwirt Wolfgang Krammer hatte Stammgäste und Freunde des Kartenspiels zu einem Wettstreit in sein Lokal Eckwirt eingeladen. „Es gelten die Regeln wie beim Allerheiligenstriezelschnapsen“, gab er ganz klare Normen für den Ablauf vor.
Was unterscheidet ein Allerheiligenstriezelschnapsen vom normalen Bauernschnapsen? Recht viel. Die 32 Karten werden mit je vier Blatt auf je acht Mitspieler aufgeteilt. Jeder Teilnehmer besitzt zwei „Leben“, dann schwimmt er und ist bei einem weiteren Verlust out. Was bedeutet Verlust? Wenn dem Spieler der letzte Stich in der Runde gehört. Jeder Teilnehmer spielt für sich allein, es muss zwar Farbe zugegeben, aber nicht überstochen werden, gespielt wird wegen der großen Teilnehmerzahl an zwei Tischen, der zuletzt im Bewerb verbliebene Spieler ist der Sieger. Alles klar? Dann muss noch bemerkt werden, dass das Spiel keinen Trumpf kennt.
Als unbestechlicher Schriftführer fungierte Johann Schmuck, der jeden Verlierer penibel vermerkte. Das „unbestechlich“ unterstrich er, indem er kleine Tipps gab. Etwa: „Olles auf die Sabrina, sie hot no ihre zwa Leb’n.“ Die besagte Sabrina Urbanzl spielte in der Runde mit und bediente gleichzeitig die Gäste. „Desweg‘n muass i imma früher aufhör‘n“, rechtfertigte sie ihr jeweils zeitiges Ausscheiden.
Nach dem Grunddurchgang kam es zum großen Finalspiel der Sieger nach dem bekannten Modus. Jeder Gastfreundschaft abhold sicherte sich Wolfgang Krammer den Sieg vor Johann Grantner und Johann Gotthard. Sie durften sich über Osterbrot samt Osterkrainern freuen.
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