19.03.2016, 09:43 Uhr

Neue Kompostanlage Haas eröffnet

Karin und Johannes Haas erhielten von Robert Tulnik das "Kompost-Gütesiegel"
Rassach: Eröffnung Kompostanlage Haas |

25 Jahre „Pioniere der Nachhaltigkeit“

Das Stainzer Landwirteehepaar Johannes und Karin Haas, das bereits in Stainz seit 25 Jahren eine Kompostanlage betreibt und die dbzgl. als „Pioniere für Nachhaltigkeit“ gelten , eröffneten im Beisein von Vertretern der Politik, Wirtschaft und Interessensgemeinschaften am 17. März ihre neue Kompostanlage in Rassach.
Der Neubau der ca. 9.000 m2 großen Anlage wurde durch die Gemeindefusionierungen notwendig, hat sich ja dadurch auch die Zuliefermenge gewaltig erhöht. Trotzdem, wird der Standort in Stainz aber weiter aufrecht erhalten.
Johannes Haas der zum Festakt u. a. Bgm Walter Eichmann mit Gemeinderäten, A.S.A. Vertriebsleiter Johann Higgersberger-Mixner, ARGE Kompost und Biogas Österreich-Chef Robert Tulnik und GF ARGE Kompost Stmk Alex Luidolt, BBDirStv Markus Habisch, Kammerobmann Christian Polz, AWV Dlbg Obmann Bgm Franz Silly, Fachgruppe Wi-Kammer Gernot Hiebler, RB Lieboch-Stainz Dir. Anton Tschuchnik, AWV Stainztal AltBgm Johann Goigner etc. begrüssen konnte, stellte den Betrieb, der sich in zwei Bereiche aufteilt- zum einen die Kompostierung und zum anderen der Ackerbau- vor.
„Unsere Kompostierung gibt es seit 1991 und zählt zu den ersten Kompostanlagen in der Steiermark. Die ersten Gehversuche starteten mit dem Pilotprojekt „Kompostieren am Ackerrand“ wo sämtliche Versuche auf unserer kleineren Anlage direkt in Stainz durchgeführt wurden. Der Grundgedanke war, den Bioabfall aus der Restmülltonne heraus zu bekommen und der Kreislaufwirtschaft wieder zuzuführen. Außerdem ist das Endergebnis Kompost ein wichtiger Partner in der Landwirtschaft und im Gartenbau“.
Die Fam Haas betreibt nun zwei Kompostanlagen, wobei sich die kleinere Anlage direkt in Stainz befindet. Diese Anlage wird in Zukunft hauptsächlich wegen der guten Erschließung mit kleineren Transportfahrzeugen für Privatanlieferungen und für kleinere Anliefermengen der Gemeinde von Grünschnitt genutzt. Die neue Anlage hat eine Inputkapazität von 4500t/a.
„Auf unseren Kompostanlagen werden kompostierbare Abfälle wie Bioabfälle, Friedhofsabfälle, Rasenschnitt, Laub, Strauchschnitt und Klärschlamm, der zu 100% aus der Kläranlage Stainz kommt, kompostiert“.
Das angelieferte Material stammt zu ca. 2/3 aus der Region Stainz. Der restliche Teil wird von der Fa. ASA angeliefert und kommt aus dem Bezirk Graz Umgebung.
Bgm Eichmann dankte der Fam. Haas als „Partner der MG Stainz“ seit 1991 und den Anrainern für die problemlose Umsetzung der Idee, die einen idealen Standort gefunden hat.
„ Die kompostierbaren Abfälle der Marktgemeinde Stainz werden nun zu 100% in Stainz kompostiert und wieder als Ressource zum Humusaufbau, für Gärtnereien und Baumschulen, für die Landwirtschaft und für Privathaushalte in der Region angeboten.
Eine hohe CO² Einsparung durch kurze Transportwege ist somit gewährleistet und unsere Gemeinde trägt somit einen hohen Beitrag zum Klimaschutz bei“.
Die Fam. Haas bietet ein Vollservice an, wo der Bereich von der Biotonnenentleerung über Strauchschnittabholung bis hin zum Verkauf von Komposterde abgedeckt wird. Zudem verwenden sie den Kompost zum Düngen ihrer landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Haas: „Im nächsten Jahr können wir den Kompost, durch die volle Auslastung, auch der regionalen Landwirtschaft als Dünger und zum Humusaufbau zu recht günstigen Konditionen zur Verfügung stellen.“
Die bautechnische Details der neuen Anlage lieferte GF ARGE Kompost Stmk Alex Luidolt
- Hauptrotte 3650m² Dichtasphalt Säurebeständig, Abriebbeständig und mit Sonde auf Dichtheit gemessen
- Nachrotte 2470 m² beschottert
- Sickerwassergrube mit 580 m³ Fassungsvermögen
- 50t Brückenwaage für LKW – Anhängerzüge
- Verbaute Fläche inkl. Zufahrtsbereich ca. 9000m²
- Investitionskosten ca. €700.000.-
Als Höhepunkt des Festaktes wurde von Robert Tulnik- verantwortlicher Chef von 411 Kompostieranlagen Österreichs - das „Österreichische Kompostgütesiegel“ an die innovative Familie Haas als „Vorbild für Nachhaltigkeit“ verliehen. Er bedauerte in seiner Rede vor allem, dass nach wie vor ca. 25% biogener Abfälle im Restmüll landen und die Trennung von Restmüll und des kompostierbaren Anteiles nach wie vor ein Problem darstellt.
Gernot Hiebler der einige Zahlen offenlegte- so gebe es im Bereich der Umwelt im Bezirk ein Investment von rd. 50 Mio € mit einem Gesamtumsatz von rund 500 Mio € jährlich- begrüßte besonders den erneuten Brückenschlag der gewerblichen Wirtschaft mit der Landwirtschaft. „So kann Wirtschaft funktionieren“.
Nach den Grußworten der Ehrengäste wurden alle Gäste von der Familie Haas ins „WiazHaus“ Putzer als Dank und zur Stärkung für die Unterstützungen und das Vertrauen geladen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.