08.04.2016, 08:06 Uhr

Das Leben gibt dir Möglichkeiten

Parallel zur Bachelorarbeit bringt Stefan Rothbart 2016 seinen nächsten Roman mit dem Titel "Die völlig verrückte Reise eines depressiven Restaurantkritikers“ heraus.

Bei dem, was Stefan Rothbart bereits alles gemacht hat, möchte man meinen, er sei ein reger Mittfünfziger. Weit gefehlt.

Nach der HTL hat der junge Steirer erst einmal ein paar Jahre im Marketingbereich gearbeitet. Erst dann wurde der Ruf der Universität laut genug, um sich für Geschichte und Politikwissenschaften einzuschreiben. Gearbeitet wird parallel zu Seminaren, Vorlesungen und Bachelorarbeit weiterhin. „Wenn ich vom Staat Geld möchte, dann höchstens in Form von Kulturförderung“, bringt der Stattegger gleich einige seiner Professionen ins Spiel.

Zwischen Klappe …

Job und Studium ließen bislang Zeit und Energie für diverse Kurzfilme und einen Spielfilm, der es 2010 in die Grazer Kinos geschafft hat. Was klingt, als würde es für ein Leben reichen, war erst der Anfang. Mehr Freiheiten als beim Film genießt der 29-Jährige in der Literatur. 2013 führte die Kombination aus Faible fürs Schreiben, Begeisterung für Historie und Science Fiction sowie geschichtlichem Know-How zur Veröffentlichung eines Sachbuches, das sich um den „Grazer Schlossberg“ dreht. Dieser ist unter dem Titel „1809 – Die letzte Festung“ auch Schauplatz von Rothbarts 2015 erschienenem zweitem historischen Roman, der rund um die legendäre Belagerung durch Napoleons Truppen spielt.
Seinem präferierten Genre bleibt er gerne treu, ansonsten lässt sich der junge Literat in keine Schublade stecken. „Noch muss ich keinen bestimmten Stil bedienen“, verrät Rothbart die größte Inspiration seiner Kindertage: Star Trek. Während er sich als Fünfjähriger der Magie des Gesamtwerkes nicht entziehen konnte, interessiert ihn heute vorwiegend die wissenschaftliche Seite. Die Frage, wie die Gesellschaft der Zukunft aussehen soll, beschäftigt ihn vor allem in seiner Funktion als Gemeinderat der „Grünen“. In der Kunst sieht er ein gutes Medium dafür, eventuelle Verbesserungen auszuprobieren und zu etablieren. Denn, so ist er überzeugt, Fortschritt ist nur möglich, wenn Grenzen überschritten werden. Allerdings kommt es darauf an, wie Gesellschaft und Politik besonders mit sozio-ökonomischen Problemen umgehen.

… und Buchdeckel

In Zeiten des allgemeinen Umbruchs fällt ein Buchtitel ganz besonders auf, der 2014 erschienene historische Roman „Wahrscheinlichkeit des Krieges“. Darin reflektiert der Autor kritisch die Ereignisse während des Ersten Weltkriegs und entdeckt durchaus Parallelen zwischen 1914 und 2014. Obwohl Rothbarts für 2018 geplante Fortsetzung „Unwahrscheinlichkeit des Friedens“ heißt, geht er selbst optimistisch in Zukunft. Er weiß, dass ihm das Leben immer wieder neue Möglichkeiten gibt. Und dann heißt es eben, sein Bestes geben!
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Karin Polanz aus Bruck an der Mur | 08.04.2016 | 12:06   Melden
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