08.03.2016, 13:25 Uhr

Als im "Bunker" der Sauerstoff knapp wurde

Da kochte der "Bunker": Bei den "Elefanten" (im Bild Ex-NHL-Crack Jeff Lazaro) herrschte regelmäßig Ausnahmestimmung. (Foto: GEPA)

WOCHE-Leser erinnern sich an ihre ganz persönlichen Highlights in der alten Liebenauer Eishalle.

Servus, Bunker! Ab Montag fahren in Liebenau die Bagger auf, die Liebenauer Eishalle wird einer Totalrenovierung unterzogen. Wir werfen einen Blick zurück – suchen gemeinsam mit euch, liebe Leserinnen und Leser, die besten Geschichten und Wuchtln aus den letzten 52 Jahren. Schickt uns eure Geschichten an leserbrief@woche.at oder per Post an WOCHE Graz, Gadollaplatz 1/6. Stock, 8010 Graz.

Sauerstoffmangel

Ich besuche seit den 80er-Jahren die Spiele der Grazer und habe viele Erinnerungen. Eine hat sich mir besonders eingebrannt: Es war am Beginn der 90er-Jahre und der EC Graz (die Elefanten) spielte eine überragende Saison. Die Halle war oft ausverkauft und so war es Pflicht, schon lange vor Spielbeginn auf den Einlass zu warten. Sobald die Tore aufgesperrt waren, stürmten die Fans den Bunker, denn der echte Fan wusste: Das Spiel beginnt schon mit dem Warm-up. Vor allem bei Spielen gegen den KAC gab es da die ersten Annäherungsversuche und nicht selten kam es bereits da zu ersten Handgreiflichkeiten. Oft reichte es schon, wenn ein gegnerischer Puck in die eigene Hälfte gekullert kam und es gab eine Fetzerei. Die anwesenden Fans waren natürlich begeistert und so kochte der Bunker bereits lange vor dem ersten Drittel. Apropos Kochen: Damals wurde in der Halle noch geraucht und nicht nur die Spieler mussten in den Drittelpausen in der Kabine Sauerstoff zu sich nehmen, auch wir Fans waren nach den Partien schwer gezeichnet, ob der geringen Sauerstoffwerte in unserem Blut. Ich bin mir sicher, dass es solche Erlebnisse nicht mehr geben wird, aber ich hoffe doch, in Zukunft wenigstens wieder Spiele bzw. Spieler in Graz zu sehen, die mit Einsatz, Kampf und gesunder Härte den dann neuen Bunker aus den Angeln heben.
Axel Bugledich

Von "Petzi" bis Bill

Ich war zehn Saisonen Zeugwart beim guten alten ATSE – es war eine wunderbare Zeit, die ich in meinem Leben nicht vergessen werde. Es waren die Jahre von 1976 bis 1986 und es gab wunderbare Persönlichkeiten in Graz von Franz "Petzi" Voves über Dole Koslov, Bill Klatt, aber auch Michael Herzog oder Max Moser. Aber jetzt zur Halle: An der wurde immer wieder herumgepfuscht und es ist nie etwas Ordentliches daraus geworden und wird auch nie etwas werden – der Bunker gehört nicht generalsaniert, sondern abgerissen und in Eggenberg etwas Neues gebaut, dadurch wird auch dem Eishockey für die Grazer Jugend neues Leben eingehaucht.
Franz Papst

Weitere Erinnerungen an den "Bunker" lest ihr hier.
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