17.08.2016, 15:40 Uhr

Tirols S-Bahn bewährt sich

Ingrid Felipe: Die Zusammenarbeit mit der Bahn lohnt sich. (Foto: Grüne Tirol)

Tirols S-Bahn startete 2007 und hat sich seither zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt. Sie ist die meistgenutzte Zug-Nahverkehrsverbindung aller Bundesländer - ohne Wien.

TIROL. Tirols S-Bahn erfreut sich großer Beliebtheit - sie ist mit ein Grund für die guten Noten, die Tirols Zugverbindungen bei der VCÖ-Umfrage bekommen haben.

S-Bahn als Vorzeigeprojekt

Die Tiroler S-Bahn hat sich in den letzten Jahren zu einem Vorzeigeprojekt im öffentlichen Verkehr entwickelt. Sie startete 2007 mit der Verbindung im Halbstundentakt von Hall bis Telfs. 2008 kam das Wipptal dazu. Im Dezember 2013 wurde die S-Bahn im Unterland bis Jenbach verlängert.

Die S-Bahn ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Tirol, der ÖBB und des VVT. Sie hat 68 Haltestellen auf 261 Kilometer. Die S-Bahn ist heute mit über 40.000 täglichen Fahrgästen die meistgenutzte Zug-Nahverkehrsverbindung aller Bundesländer - ohne Wien.

Gute Noten für die Tiroler Zugverbindungen

Die Tiroler S-Bahn ist mitverantwortlich für die guten Noten, die PendlerInnen den Tiroler Zugverbindungen im Bahntest des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gegeben haben, so LHStvin Ingrid Felipe.
Beim Bahntest haben 39 Prozent der Tirolerinnen im vergangenen Jahr den Zug häufiger genutzt. 57 Prozent der Fahrgäste geben an, in den vergangenen zwölf Monaten bessere Qualität beim Bahnfahren bemerkt zu haben. „Dazu und zur Durchschnittsnote 1,6 für die ZugbegleiterInnen kann man den KollegInnen von der ÖBB wirklich nur gratulieren“, so Ingrid Felipe.

Maßnahmen für noch besseren öffentlichen Personenverkehr

Es sind weitere Maßnahmen geplant, den öffentlichen Verkehr noch zu verbessern.
  • Im Frühjahr 2017 werden mit der Öffi-Tarifreform alle Tiroler Jahreskarten-BesitzerInnen entlastet, die bisher noch nicht zu den für günstigere Tickets berechtigten Bezugsgruppen gehören – für Sie wird es Jahreskarten um unter 400 Euro für ihre Region und um unter 500 Euro fürs ganze Land geben. Das bedeutet etwa für PendlerInnen von Schwaz nach Innsbruck eine Vergünstigung Ihrer Tickets um über 40 Prozent. Für jene 71 Prozent, die im VCÖ-Bahntest alle Linien mit einem Ticket buchen wollen, ist das ab Frühjahr 2017 garantiert die preiswerteste Variante. Schon heute fahren knapp 97.000 TirolerInnen mit Jahreskarten des VVT, nächstes Jahr soll die 100.000er-Marke geknackt werden.
  • Bis 2020 werden die ÖBB die Bahnhöfe in Lienz, in Schwaz, am Innsbrucker Westbahnhof, Hall, Völs, Zirl, Telfs-Pfaffenhofen, Matrei/Brenner und Fritzens-Wattens barrierefrei umbauen. Momentan bietet die ÖBB zwei Dritteln ihrer Fahrgäste barrierefreie Bahnhöfe an, bis 2025 sollen 90 Prozent der Fahrgäste an Bahnhöfen ohne Hürden ein- und aussteigen.
  • Der seit Dezember 2016 fahrende Nachtzug ins Tiroler Unterland bis Kufstein, erfreut sich mit mittlerweile über 25.000 Fahrgästen großen Zuspruchs. Schon im Herbst trifft Ingrid Felipe die Bürgermeisterinnen des Tiroler Oberlands, um die Hürden für einen Nachtzug ins Tiroler Oberland aus dem Weg zu räumen. Damit soll der allerhäufigsten Forderung – nämlich jener von 73 Prozent nach mehr Zugverbindungen am Abend – auch im Tiroler Oberland nachgekommen werden.
  • Für jene 62 Prozent der im VCÖ-Bahntest befragten, die bessere Öffi-Verbindungen zu Ausflugszielen wünschen, verweist Ingrid Felipe neben Taktverdichtungen auf die nagelneuen Broschüren der fünf Tiroler Naturparke, in denen erstmals über 50 Wandertipps mit Öffi-Anreise gesammelt sind. Die fünf Broschüren der Naturparke Karwendel, Kaunergrat, Ötztal, Tiroler Lech und Zillertal sind alle online verfügbar: www.karwendel.org/woeffi/
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