07.04.2016, 12:20 Uhr

Jobmotor: Exportorientierte Jungunternehmer

Jungunternehmer sind oft besonders innovativ. Vorbild ist Bill Gates, dessen Firmenimperium in einer Garage gegründet wurde. (Foto: Foto: Steve Purkiss/CC BY-ND 2.0)

Globalisierung und Internet sorgen für eine neue Art von Unternehmen: die Born Global Enterprises (BGE). Gemeint sind Unternehmen, die seit höchstens fünf Jahren existieren und eine Exportquote von mindestens 25 Prozent aufweisen.

ÖSTERREICH. Ihre Rolle als Jobmotor könnte in Zukunft wachsen, heißt es beim Forschungsinstitut KMU Forschung Austria. "BGE wachsen im Vergleich zu national ausgerichteten Betrieben wesentlich schneller", sagt Thomas Oberholzner, stellvertretender Direktor der KMU Forschung Austria, im Gespräch mit den Regionalmedien Austria. Das Besondere sei, dass sie von Anfang an auf den Weltmarkt drängen, so Oberholzner. In der Regel etablieren sich Unternehmen erst am heimischen Markt, bevor sie exportieren.

Mühlviertler Software für Asien

Dabei spielt es im Zeitalter des Internets keine Rolle, wo sich der Standort des Unternehmens befindet. Auch wenn eine Tendenz zu urbanen Gebieten erkennbar sei, so der Ökonom, seien BGE auch oft im ländlichen Raum zu finden, wie etwa eine Mühlviertler Firma, die Softwareprogramme für Kraftwerke weltweit exportiert.

Frage der Finanzierung

Unter den Jungunternehmen machen BGE laut KMU Forschung einen Anteil von 17 Prozent aus. Insgesamt machen sie nur rund fünf Prozent aller gewerblichen Klein- und Mittelbetriebe aus, von denen es 2013 laut KMU Forschung 257.000 gab. Zwei Drittel aller Österreicher sind hier beschäftigt. Oberholzner schätzt die Zahl der Einpersonenunternehmen unter den BGE auf 50 Prozent. Um das Potenzial dieser Wachstumstreiber auszuschöpfen, ist auch die Politik gefragt. Gerade für junge Unternehmen ist es schwierig, bei Banken an Geld zu kommen.
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