13.06.2016, 12:52 Uhr

Gerechtigkeit für Patienten – auch bei Wahlärzten!

Wehrt sich gegen 2-Klassen-Medizin: Ärztekammer-Vize Martin Georg Millauer (Foto: Mediendienst Furgler)

Steirische Initiative macht sich für mehr Rückvergütung für Patienten stark.

„Patientengerechtigkeit muss sein“ ist das Motto der Initiative GePad. Die Forderung: Jeder Wahlarztpatient soll immer 80 Prozent des Kassentarifs von seiner Krankenkasse rückerstattet bekommen. Was leider nicht so ist, wie Martin Georg Millauer, Wahlarzt und Vizepräsident der Ärztekammer Steiermark weiß: „Ein Wiener, der auch bei der Wiener GKK versichert ist, bekommt immer die vollen 80 Prozent, wenn er in der Steiermark zum Wahlarzt geht. Wenn jemand aber bei der steirischen GKK versichert ist, muss er mit empfindlichen Abschlägen rechnen – und kann viel, viel weniger zurück bekommen. Das ist von der Krankenkasse verursachte Zwei-Klassen-Medizin.“

Viele Patienten wundern sich auch darüber, wie gering Kassentarife sind. So hat ein Versicherter bezweifelt, dass die Kasse für einen operativen Eingriff samt vorheriger Untersuchung, Aufklärungsgespräch und Nachuntersuchung nur 40 Euro veranschlagt – von den der Versicherte dann nur rund 31 Euro zurückbekommt.

Seit dem Vorjahr gibt es einen von Vizepräsident Franz Gosch initiierten Beschluss der Arbeiterkammer-Vollversammlung, eine Rückzahlung von 80 Prozent des Kassentarifs auch bei der steirischen GKK zu fordern. Die Initiative GePad („Gerechtigkeit für Patienten durchsetzen“) soll nun eine breitere Unterstützerfront schaffen. Unterschreiben kann man in allen steirischen Wahlarztpraxen und auch online.
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