06.06.2016, 17:06 Uhr

Brütender Storch in Niklasdorf angeschossen

Da konnte das Storchenpaar noch in Ruhe auf dem Kamin in Niklasdorf brüten. (Foto: Peter Wagner)
NIKLASDORF. Jahrelang nis- teten immer wieder Störche auf dem Kamin von Familie Kutschi in Niklasdorf. Auch heuer machten es sich wieder zwei Störche auf dem Dach der Familie bequem und brüteten ihre Eier aus. Liebevoll taufte Familie Kutschi die beiden Störche "Hubsi" und "Stockl" – nach den Rosenheim Cops.

Auf Storch geschossen
Am vergangenen Samstagabend führte ein betrunkener Nachbar (42) am Hof Schießübungen mit einem Luftdruckgewehr durch und hat dabei auch zwei Mal einen Storch, der im Nest auf dem Nachbargrundstück saß, getroffen. Huberta Kutschi fand das Storchenmännchen "Hubsi" am Tag darauf im Hof liegend und brachte ihn gemeinsam mit der Storchenbeauftragten Sophie Mühlbacher in die Tierklinik in Oberaich. Dort unterlag der Storch seinen schweren Verletzungen.

Storchenbabies gerettet
Da sich das Storchenweibchen nicht alleine um die Küken kümmern kann – denn bei Störchen bleibt immer ein Elternteil bei den Jungen und der andere sucht Futter – führten die Feuerwehren Leoben und Niklasdorf die Bergung von zwei Jungtieren und einem Ei aus dem Nest durch. Die Jungtiere und das Ei wurden an die Storchenschutzeinrichtung in Tillmitsch übergeben. Obmann Helmut Rosenthaler ist optimistisch und meint, dass die beiden Jungen zu 99 Prozent durchkommen werden. Ob das dritte Storchenjunge, das noch im Ei ist, schlüpfen wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es liegt zurzeit im Brutapparat. Nach sechs Wochen sollen die Jungtiere wieder ausgewildert werden.
Der 42-Jährige, der sich zur Tat geständig zeigt, wurde bei der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft wegen Tierquälerei angezeigt und ein vorläufiges Waffenverbot für ihn ausgesprochen.
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