28.07.2016, 10:00 Uhr

Viele Künstler auf einem Fleck

Radojcic, Kaufmann, Moser-Wagner, Nagele, Fritz. Foto: Leitner

In Teufenbach und Murau stand alles im Zeichen von „Art Contains“.

TEUFENBACH/MURAU. Gemeinsam mit der Konzeptkünstlerin Gertrude Moser-Wagner hat Keramikkünstlerin Angelika Fritz letzte Woche in ihr Atelier geladen. Anlass war das Kunstprojekt „Art Contains“, welches dem Publikum an zwei Veranstaltungsorten nähergebracht wurde. In Teufenbach stimmten zwei Performance-Künstlerinnen aus Wien und Berlin, Suzanna Balla und Evamaria Schaller, die Besucher auf den Abend ein.

Roter Faden

„Kunst macht, was?“ war die Frage, die sich wie ein roter Faden durch das Event zog, genauso wie das Integrationsthema im weitesten Sinn. Denn welche Rolle spielt Kreativität im Integrationsprozess? Kann Kunst ein wesentlicher Brückenbauer sein? Aus diesem Grund waren auch einige Flüchtlingsfamilien gekommen, die die Gäste anschließend mit afghanischen Köstlichkeiten kulinarisch verwöhnten. Zuvor wurden Video-künstler Ulrich Kaufmann, Ferdinand Nagele vom Kunstverein Stadl-Predlitz, Wissenschaftlerin Mariza Radojcic und Angelika Fritz zu einer kleinen Pendeldiskussion zum Thema „Kunst macht, was?“ gebeten.

Kunst macht, was?

Während Ferdinand Nagele über die Kulturlocation Griessner Stadl informierte, erläuterte Angelika Fritz Erkenntnisse über ihre Kinderkurse, die durch die Teilnahme der Flüchtlingskinder bereichert werden. Mariza Radojcic gab sehr persönliche Einblicke in ihr Tun und ihre Lebenserfahrungen, während Ulrich Kaufmann über die Bedeutung des Wortes „Kunst“ sprach. Kaufmann: „Es ist schön und gut, Kunst nicht definieren zu können. Sonst glaubt man, Sinn in allem sehen zu müssen.“ Zum Abschluss berichtete Theresia Moser vom Soroptimist Club Murau über ihre Erfahrungen bei der Arbeit mit Flüchtlingsfamilien und der Gestaltung von Deutschkursen.

Treffpunkt in Murau

Unter dem Motto „Spiegelungen“ fand am nächsten Tag in der Stadtbücherei Murau eine Lesungsreihe statt. Zu Beginn lud Alice Siebenhofer zu einer Fotoausstellung und las Texte dazu. Die Fotoausstellung ist noch bis Jahresende in der Stadtbücherei zu sehen. Im Anschluss brachten sechs aus Wien stammende Teilnehmerinnen des „Art Contains“-Workshops ihre kreativen Werke zu Gehör. Nach Einbruch der Dunkelheit zeigte das artlab-Künstlerpaar Sigrid Friedmann und Ulrich Kaufmann die Kunstprojektion „Flussgewebe“ auf der Mur. Vom Geländer der Rindermarktbrücke wurden lange Bänder in die Mur gelassen, die dann im Spiel mit dem Wasser das Flussgewebe bildeten.
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