02.04.2016, 11:00 Uhr

Machtübernahme in Bad Radkersburg

Kommen Sie, kommen Sie! Sonja Witsch, Petra Huber, Kristina Gril und Heinrich Schmidlechner laden zum ersten Treffen ein.

In der Stadt haben bald die Kinder mit eigenem Parlament das Sagen.

Schon in Kürze könnte Bad Radkersburg einen neuen Bürgermeister haben. Nein, es stehen weder Wahlen an, noch ist Stadtchef Heinrich Schmidlechner spontan zurückgetreten. Die Rede ist von einem Kinderbürgermeister. Im Rahmen der Zertifizierung zur familien- und kinderfreundlichen Gemeinde zählt nämlich die Einrichtung eines Kinderparlaments zu den wesentlichen Maßnahmen, wie Gemeinderätin Sonja Witsch, Zuständige des Familienausschusses, betont.
"Wir wollen erreichen, das sich die Kinder miteinbringen und ihre Wünsche äußern. Ich glaube, dass Kinder ein kritisches Auge haben und man sie unbedingt ernst nehmen muss", so Bürgermeister Heinrich Schmidlechner, der als dreifacher Großvater aus eigener Erfahrung spricht.

Erster Treff am 7. April

Für die Betreuung des vorläufig einjährigen Projekt zeichnet das Team des "Kinderbüros" zuständig. In Graz und Leoben wurde das Kinderparlament erfolgreich etabliert. Auch in Bad Radkersburg sieht man großes Potenzial.
Erste Wünsche der Zielgruppe im Alter zwischen acht und 15 Jahren eruierten Kristina Gril und Petra Huber vom "Kinderbüro" bereits bei der Projektvorstellung in der Volksschule und in der NMS. "Die Kinder bzw. Jugendlichen wünschen sich etwa einen Spielplatz, Sportanlagen, ein Kino und ein Internetcafé", so Kristina Gril. Sie will neben der Durchsetzung der Kinderrechte auch nicht auf den spielerischen Aspekt vergessen. Alle Details zum Kinderparlament werden beim ersten Treffen am 7. April in der Bürgerservicestelle in der Zeltingerstraße 6 preisgegeben. Danach sollen monatliche Treffen stattfinden.

Kinderkrippe wächst

Einen weiteren familienfreundlichen Schritt setzt die Stadtgemeinde Bad Radkersburg mit einer zweiten Gruppe in der Kinderkrippe, die ab Herbst am Südtirolerplatz starten wird. Die Infrastruktur wird im wahrsten Sinne des Wortes in der Volksschule "aufgemöbelt". Die vier Klassen im Parterre werden mit neuen Sessel und Tischen ausgestattet.

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