11.04.2016, 09:29 Uhr

Tipps für Nachwuchs- und Vereinstrainer

Ausbildungsleiter des Frank Stronach College, Karl Purkathofer, gibt wertvolle Tipps aus seinem Erfahrungsschatz.

Im Jahr 2000 hat der ÖFB mit der Einführung des LAZ ein aufregendes Instrument geschaffen, um jungen Nachwuchstalenten der Region optimale Ausbildungsmöglichkeiten auf höchstem Niveau bieten zu können. Karl Purkathofer ist seit 2004 Ausbildungsleiter im Frank Stronach College und kann auf eine weitreichende Laufbahn im Bereich Fußball zurückblicken. Durch seine vielen wertvollen Erfahrungen kann er für Nachwuchstrainer wertvolle Tipps liefern wie beispielsweise, welche Mindestanforderungen ein Nachwuchstrainer haben sollte. "Begeisterung, Leidenschaft, Umgänglichkeit und ein gewissen Eigenkönnen sind notwendig, aber zumindest auch die Nachwuchstrainer-Ausbildung des jeweiligen Landesverbandes", so Purkathofer.

Empfehlenswert ist auch, immer der Altersgruppe entsprechend das Training zu gestalten, also angefangen bei spielerischen Übungen bis hin zu fortgeschrittenem Training. Ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm, Kommunikation auf Augenhöhe, die Wünsche der Spieler beachten aber auch die schriftliche Vorbereitung sind der Schlüssel zu einer guten Trainingseinheit. "Sei kein Trainer der wie eine Zwiebel ist – man kann Schale um Schale entfernen und was übrig bleibt ist zum Heulen" so Purkathofer weiter. Machen im Erwachsenen Bereich großteils die Siege einen erfolgreichen Trainer aus, so sollte der Trainer bei Kindern vor allem loben, ermutigen, trösten und helfen die Techniken und Taktiken zu erlernen. Besonders wichtig ist aber auch die Ausübung sachlicher Kritik, denn die Kinder erkennen sofort die Qualität eines Trainers. Generell ist für einen guten Umgang mit den Kindern und Jugendlichen, ein fairer und respektvoller Umgang absolut notwendig aber auch Korrektheit und Ehrlichkeit sind sehr wichtig. Als abschließendes Statement fügt Purkathofer folgendes hinzu: "Ich möchte auf diesem Wege allen Nachwuchstrainern ein großes Kompliment aussprechen und ziehe den Hut vor ihrer Arbeit, die ich stets als Knochenarbeit bezeichne und jeder Betreuer und Trainer soll stolz darauf sein, wenn es einer seiner Kinder nach oben schafft. Meine Bitte wäre es, dass ihr den Kindern dabei helft nach oben zu kommen aber nicht durch falschen Ehrgeiz oder nach dem Motto Sieg um jeden Preis, sondern durch beharrliche geduldige Arbeit an einem dir anvertrauten jungen Menschen. Stelle deine eigenen Interessen in den Hintergrund denn eigene Befindlichkeiten sind hier fehl am Platz".
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