Amstetten/Waidhofen
Bezirk Amstetten glänzt beim 68. Landeswasserdienstleistungsbewerb
- hochgeladen von Eva Dietl-Schuller
Großer Triumph für unsere Zillenfahrerinnen und Zillenfahrer: Vom 27. bis 30. August wurde Gars am Kamp (Bezirk Horn) zum Epizentrum des niederösterreichischen Wasserdienstes. Vier Tage lang bewiesen die hochmotivierten Feuerwehrmitglieder, wie viel Muskelkraft, Stehvermögen, Präzision und technisches Geschick für die sichere Beherrschung der Zille auf dem Wasser nötig sind.
BEZIRK AMSTETTEN. Aus Sicht unseres Bezirks sorgte allen voran Jakob Frank von der FF Erla für absolute Spitzenleistungen. Ein großes Lob gab es auch für die Rahmenbedingungen: Josef Fuchsberger – Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter für Amstetten sowie Vorsitzender des Arbeitsausschusses Wasserdienst im NÖ Landesfeuerwehrverband – würdigte die Arbeit vor Ort ausdrücklich. Er sprach dem Organisationsteam der Freiwilligen Feuerwehren Gars am Kamp und Thunau seinen Dank für eine rundum „perfekte Veranstaltung“ aus.
Ein historischer Medaillenregen: Die Erfolge unseres Bezirks im Überblick
Die Feuerwehren aus dem Bezirk Amstetten erlebten ein unvergessliches Wochenende mit zahlreichen Spitzenplatzierungen. Neben den Sprüngen auf das Siegerpodest unterstreichen viele weitere Platzierungen unter den besten Zehn die enorme sportliche Breite und die exzellente Ausbildung im Bezirk.
Zillen-Einer Meister
2. Platz: Jakob Frank (FF Erla)
4. Platz: Manfred Pallinger (FF Allhartsberg)
Meisterklasse ohne Alterspunkte
2. Platz: Das Duo Jakob Frank und Philipp Fürst (FF Erla)
Silber mit Alterspunkten (Besonderheit: Die jeweiligen Positionen in der Zille werden vor dem Start ausgelost)
3. Platz: Leopold Forster und Franz Wahl (FF Pantaleon)
Zillen-Einer Allgemein mit Alterspunkten
Top-Platzierung durch Franz Wimmer (FF Behamberg)
Mannschaftswertung
4. Platz: FF Erla
Extreme Bedingungen: Muskelkraft statt Strömungshilfe
Die Donau- und Kampgewässer hielten für die Teilnehmenden eine ganz besondere navigatorische Tücke bereit. Der Kamp wies während der Bewerbstage so gut wie keine Strömung auf. Was zunächst nach einem Vorteil klingt, entpuppte sich als gnadenlose Kraftprobe. Da jeglicher Vortrieb durch das Wasser fehlte, mussten die Besatzungen jeden einzelnen Meter der Strecke mit purer, eigener Muskelkraft bewältigen. Besonders in den Ruder-Passagen forderte dies den Athletinnen und Athleten ein Maximum an Ausdauer und eiserner Disziplin ab.
Parallel zu den Standard-Durchgängen stand mit dem 51. Bewerb um das Wasserdienstleistungsabzeichen in Gold eine der härtesten und anspruchsvollsten Prüfungen im gesamten niederösterreichischen Feuerwehrwesen auf dem Programm. In diesem hochkarätigen Umfeld konnten sich auch die Kameradinnen und Kameraden aus Zeillern und Stefanshart entscheidend durchsetzen und sicherten sich verdientes Edelmetall in Silber und Bronze.
Den Sieg in der Wertung Allgemein holte sich David Lastonersky von der Feuerwehr Trasdorf. Mit 221,14 Punkten setzte er sich an die Spitze des Teilnehmerfeldes und sicherte sich damit den ersten Platz vor Christoph Rafetseder aus Zeillern mit 218,12 Punkten und Gerald Ruthner aus Stefanshart mit 216,13 Punkten. (siehe auch Bild)
Fahnenübergabe an die FF Allhartsberg
Der abschließende Höhepunkt war die Fahnenübergabe: Im Jahr 2027 organisiert die FF Allhartsberg sowohl die Bewerbe auf Bezirks- als auch auf Landesebene – und zwar auf der Ybbs! Die Vorbereitungen der FF Allhartsberg sind bereits voll angelaufen.
Zur Erinnerung: Die Zille ist oft das einzig mögliche und schnellste Einsatzfahrzeug bei Hochwasserkatastrophen.
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