Urteil
Einbrecher brauchte Geld für kranken Sohn

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Rumäne möchte trotz Anklage in Österreich bleiben, hier arbeiten und den Schaden von 13.500 Euro gutmachen.

BEZIRK AMSTETTEN. (ip) Sein umfassendes reumütiges Geständnis, sein Beitrag zur Wahrheitsfindung sowie seine Bereitschaft zur Schadensgutmachung wirkten sich deutlich mildernd auf die Strafe für einen 29-jährigen Rumänen aus, dem die St. Pöltner Staatsanwältin Maria Lalics Einbruch, Diebstahl, Urkundenunterdrückung und Sachbeschädigung zur Last legte.

Vorbestraft durch Europa

Die Story des Beschuldigten, mit der er seinen Beutezug im November 2018 in Amstetten begründete, klang ausgesprochen rührend, wären da nicht gleichzeitig mehrere einschlägige Vorstrafen in Rumänien, Frankreich und den Niederlanden, für die sein aktuelles Motiv noch nicht herhalten konnte.

Für kranken Sohn gestohlen

Sein Sohn habe massive Gesundheitsprobleme aufgrund von Sauerstoffmangel bei seiner Geburt 2017. Er benötige eine besondere Betreuung, aber „die Ärzte möchten laufend eine Aufmerksamkeit bekommen“, so der Angeklagte, der darüber hinaus angab, nach seiner Haftentlassung 2014 bis zum November 2018 „sauber“ gewesen zu sein.

Einbruch auf Lagerplatz

Schließlich schloss er sich einem Landsmann an, mit dem er auf einen Amstettner Lagerplatz fuhr und Stehlenswertes wie Reifen, Elektrogeräte, Haushaltsgeräte, Werkzeug und einen elektrischen Rollstuhl in einen Transporter lud.
Bei einem Pkw schlug der 29-Jährige die Seitenscheibe ein, um an den Zulassungsschein zu kommen, den man gemeinsam mit den abmontierten Kennzeichentafeln für Vignetten brauche. In einem aufgebrochenen Container fand man keine nennenswerte Beute.

Der Oldtimer vom Nachbarn

Dafür entdeckten die beiden Männer beim Garagennachbar ihres Opfers einen Oldtimer, der seinem Komplizen gefiel und den er haben wollte, begründete der 29-Jährige seinen Diebstahlsbeitrag.

(K)ein Neustart in Österreich

Festgenommen wurde er Ende Oktober dieses Jahres nur, weil er in Österreich angemeldet für mehrere Firmen arbeitete. Wie Verteidiger Ivan Dimov erklärte, wollte sein Mandant in Österreich neu anfangen, die familiären Probleme hätten ihn jedoch wieder in die alten Schienen gebracht. Er möchte dennoch weiter in Österreich bleiben, hier arbeiten und den Schaden in Höhe von insgesamt rund 13.500 Euro gutmachen, so der Rumäne, der über die 20 Monate Haft, die ihm Richter Andreas Beneder aufbrummte, noch nachdenken will, obwohl Dimov riet, das relativ milde Urteil zu akzeptieren. Es ist damit noch nicht rechtskräftig.

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