LESERBRIEF

S.g. Damen und Herren der Redaktionen,

gestern, am 2.1.2014 ab 10 Uhr begann wieder einmal der jährliche Run auf die Einspeisetarifförderung der ÖMAG für Photovoltaikanlagen.
Zu begrüßen ist, das dieser Zeitpunkt diesmal nicht am 1. Jänner um 0.00 Uhr stattgefunden hat, und alle Antragsteller auch heuer Silvester feiern durften!
Dies war aber auch nur möglich, weil die ÖMAG mit einem Trick – technische Wartungsarbeiten bis 2.1.2014 - die Website lahmlegte. Dies gehört im Ökostromgesetz geändert!

Nachdem wir dann alle gespannt ab 9.50 Uhr vor unseren PC´s saßen, alle Unterlagen bereithielten die wir schon das ganze Jahr in wochenlanger Arbeit vorbereitet hatten, warteten wir gespannt auf den Förderzeitpunkt.
Um 10 Uhr tat sich nichts. Um 10.05 Uhr tat sich auch noch nichts. Immer noch der gleiche Bildschirm das die Wartungsarbeiten bis 2.1.2014, 10 Uhr andauern.
Minuten später dann die Meldung – der Server ist nicht verfügbar…
Um 10.20 Uhr dann die Meldung, die Fördereinreichung wird auf 12 Uhr verschoben.

Eineinhalb Stunden haben wir jetzt wieder Zeit. Meine Mitarbeiter – eigentlich im Urlaub waren nicht sehr erfreut.
Um 12 Uhr, es war nicht anders zu erwarten, das gleiche wieder.
Der Server ist nicht verfügbar, um ca. 12.20 Uhr dann die Meldung: Es sind noch keine Förderanträge eingegangen, die Fördereinreichung wird auf 14 Uhr verschoben.

Naja, meinen Mitarbeitern dann zu erklären das es um 14 Uhr sicher besser funktioniert, war nur mit großer Überredungskunst zu meistern.
Sie blieben schließlich doch in der Firma. Alleine ist das leider nicht zu bewerkstelligen, weil ja die Reihung der Antragsstellung zählt.

Um 14 Uhr dann leider wieder der gleiche Jammer, die Fördereinreichung wird auf 16 Uhr verschoben.

Kurz vor 16 Uhr dann die Meldung: Anträge zur Förderung können ab 16.1.2014 eingebracht werden, genauer Zeitpunkt wird noch bekanntgegeben.

Zum Glück hab ich für den 16.1. eh noch nichts Besseres zu tun, ich trag mir in meinem Kalender mal vorsichtshalber den ganzen Tag ein!

Anscheinend hat die ÖMAG aus den letzten Jahren noch nichts gelernt.
In einer Presseaussendung (siehe unten) heißt es dann, das anscheinend mit Computerprogrammen hackerähnliche Angriffe auf den Server verübt wurden und kein fairer Förderablauf möglich sei.
Das war aber auch schon das Problem der letzten Jahre, man hat jetzt 1 Jahr Zeit gehabt sich etwas zu überlegen!
Das Grundproblem liegt ja nicht an den Computerprogrammen oder Hackerangriffen, sondern an der Art der Einreichung selbst, da sollte man sich schnellstens etwas überlegen!

Das Thema Photovoltaik Großanlagen wird sich in den kommenden Jahren in Österreich von selbst erledigen wenn nicht spürbare Akzente von der Politik gesetzt werden.
Wir haben 2014 eine Fördertarifreduktion von 27 %! bei stabilen Produktions- und Errichtungskosten von schon mehr als eineinhalb Jahren!
Das ist mehr als der Investor bei der Anlage verdient.
Was hat sich unser Herr Wirtschaftsminister dabei gedacht?
Dazu kommt außerdem noch, das es im Jahr 2014 kein Geld mehr für Photovoltaik im Resttopf für den Netzparitätstarif gibt, die Gelder hierfür sind größtenteils für die Windkraft vergeben.
Wo ist hier die Chancengleichheit?

Positiv zu erwähnen ist, die Förderinitiative der Klima- und Energiefonds 2013.
Hier stand das 1. Mal in der Geschichte ausreichend Geld zur Verfügung um das ganze Jahr hindurch zu fördern! Das war sehr positiv!
Das 1. Mal ist auch hier Geld übriggeblieben, mehr als 20 Millionen Euro waren noch im Topf!
Die Förderung wurde mit 31.10.2013 eingestellt, interessant wäre was mit dem restlichen Geld passiert ist…

Unten noch Informationen und Pressemeldungen der ÖMAG.

Ich hoffe das in Zukunft auch der Photovoltaik wieder eine Chance gegeben wird.

Markus Unger

Autor:

Karina Seidl-Deubner aus Mistelbach

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