Die absolute Mehrheit wackelt

Die absolute Mehrheit der ÖVP könnte laut aktueller Studie wackeln.
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  • hochgeladen von Oswald Hicker

Das Antreten Frank Stronachs bei der Landtagswahl am 3. März könnte die politische Landschaft in Niederösterreich umkrempeln. Denn laut einer Umfrage (n=313) des Marktforschungsinstitutes "OEKUNSULT" im Auftrag der Bezirksblätter, hängt die absolute Mehrheit der Volkspartei an einem seidenen Faden. Laut Studie käme die ÖVP derzeit auf 48,8 Prozent der Stimmen. Die SPÖ könnte auf 28,1 Prozent zulegen. FPÖ (8,3%) und Grüne (5,8%) blieben laut "OEKONSULT" unter den Erwartungen. Das Team Stronach würde auf Anhieb den Einzug in den Landtag schaffen und mit 6,1 Prozent sogar die Grünen überholen.

Politikwissenschaftler Thomas Hofer analysiert die Ergebnisse: „Ein Pröll-Sieg ist steht außer Frage. Aber: Wenn er sich fürchten muss, dann vor einem flächendeckenden Antreten Frank Stronachs. Dieses kann ihn unter die wichtige 50-Prozent-Marke drücken.“ Trotzdem sieht Hofer aber auch ein Risiko für Frank Stronach: „Stronach liegt in Niederösterreich schlechter als in anderen Umfragen. Sechs Prozent für ihn wären kein Erdrutsch. Er sollte sich überlegen, ob er in Niederösterreich überhaupt antritt. Aber natürlich ist die Verlockung groß, dem bisher absolut regierenden Pröll eins auszuwischen. Und dazu reichen auch sechs Prozent.“

Weitere Frage in der Studie war, ob die Bundespolitik Auswirkungen auf die Landtagswahl im größten Bundesland hat. 86,3 Prozent glauben das. Hofer: „Unerfreulich für Pröll ist der Umstand, dass fast 9 von 10 Befragten sagen, dass die Bundespolitik Einfluss auf die Wahl in Niederösterreich hat. Das kann ihn nicht freuen, weil die ÖVP im Bund dramatisch schlechter dasteht als in Niederösterreich.“

Die Volksbefragung über die Wehrpflicht könnte noch zum spielentscheidenden Joker für die ÖVP werden. Denn die Mehrheit der Niederösterreicher sehen laut Studie, dass die ÖVP den größten Nutzen aus der Debatte zieht. Hofer: „Bei der Wehrpflicht hat Pröll seinen politischen Riecher bewiesen. Es ist, wie von ihm geplant, vor allem die ÖVP, die von der Debatte am ehesten profitiert.“

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