Amstetten
Fachschule Gießhübl - 60 Jahre Ausbildung zur Dorfhelferin

Direktor Thomas Krenn, Martina Krondorfer, Monika Schadenhofer (beide Abteilung Landwirtschaftsförderung), Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Eva Eichinger Kollermann (Leiterin der Abteilung Landwirtschaftsförderung) und Abteilungsvorständin Gerlinde Grossmann | Foto: Pressler
  • Direktor Thomas Krenn, Martina Krondorfer, Monika Schadenhofer (beide Abteilung Landwirtschaftsförderung), Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Eva Eichinger Kollermann (Leiterin der Abteilung Landwirtschaftsförderung) und Abteilungsvorständin Gerlinde Grossmann
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Die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Gießhübl ist Standort der in Niederösterreich einzigartigen Ausbildung zur Dorfhelferin, die heuer ihr 60-jähriges Jubiläum feiert.

AMSTETTEN. Mit diesem sozialen Beruf wird gewährleistet, dass der bäuerliche Betrieb auch in schwierigen Zeiten weitergeführt werden kann. „Die Dorfhelferinnen sind seit sechs Jahrzehnten eine unverzichtbare Stütze für unsere bäuerlichen Familien in Niederösterreich. Wenn die betriebsführende Person am Hof krankheits- oder unfallbedingt ausfällt, sorgen die Dorfhelferinnen dafür, dass Haushalt und Betrieb weiterlaufen“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Die Fachschule Gießhübl hat sich als Ausbildungsstätte für einen einzigartigen Beruf mit hoher sozialer und fachlicher Qualifikation etabliert. Das Jubiläum zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll diese einzigartige Ausbildung ist“, so Teschl-Hofmeister.

Ausbildung zur Dorfhelferin – ein Beruf mit Mehrwert

„Die Dorfhelferinnen sind zur Stelle, um den Betrieb am Laufen zu halten. Zu den Aufgabengebieten gehören sämtliche Arbeiten rund um den Haushalt sowie die Versorgung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen“, erklärt Abteilungsvorständin Gerlinde Grossmann, die an der Fachschule die Ausbildung koordiniert. „Außerdem werden die Dorfhelferinnen auch für die Stallarbeit und je nach Saison für die Außenwirtschaft sowie die Gartenarbeit herangezogen“, so Grossmann.

„Der Ausbildungslehrgang in der Fachschule Gießhübl dauert insgesamt zehn Monate, von September bis Juni, und umfasst in Theorie und Praxis das gesamte Spektrum der landwirtschaftlichen Betriebs- und Haushaltsführung“, informiert Monika Schadenhofer vom Land NÖ. „Zudem besteht die Möglichkeit, ein Stipendium in der Höhe von 600 Euro monatlich in Anspruch zu nehmen. Dieses wird für die gesamte Dauer der Ausbildung gewährt“, so Schadenhofer.

Voraussetzung für die Anmeldung zum Ausbildungslehrgang an der LFS Gießhübl ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein positiver Abschluss der 10. Schulstufe sowie die Vollendung des 17. Lebensjahres. Der Bedarf an Dorfhelferinnen ist nach wie vor groß.

Zusatzqualifikation „Soziale Alltagsbegleitung“

Seit drei Jahren ist es möglich, die Zusatzqualifikation „Soziale Alltagsbegleitung“ im Rahmen der Dorfhelferinnen-Ausbildung zu absolvieren. Dabei handelt es sich um einen Beruf, der entweder selbstständig oder bei anerkannten Organisationen ausgeübt werden kann. Die Soziale Alltagsbegleiterin führt ähnliche Tätigkeiten wie eine Dorfhelferin aus, mit Ausnahme der Außen- und Stalltätigkeit. Das ermöglicht den jungen Frauen, Familie und Betrieb optimal mit dem Beruf zu vereinbaren – und das Gelernte kann später bestens in die Tätigkeit einfließen.

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