22.03.2017, 12:16 Uhr

Tricks der Profis: Frühbeet aus alten Fenstern bauen


(Foto: Biorama)

"Natur im Garten" gibt Tipps für Ihren Naturgarten.

BEZIRK AMSTETTEN. Die Anlage eines Frühbeets lohnt sich: Nach dem langen Winter verkürzt der Frühbeetkasten die Wartezeit auf frische Vitamine aus dem Garten.

„Natur im Garten“ zeigt, wie Sie alte Fenster wiederverwenden können, um daraus ein Frühbeet selber zu bauen und damit die erste Ernte zu beschleunigen. Im Herbst und Winter kann der Frühbeetkasten dann zum Einlagern von Wurzelgemüse oder zur Kultivierung von Wintersalat verwendet werden.

Frühbeete haben Tradition und sind aktuell wieder im Kommen, da sie mehr Vielfalt in den Garten bringen und die Erntezeit nach vorne hin verlängern. „Achten Sie darauf, dass sich das Frühbeet nach Süden hin öffnet, um die Energie der Sonne optimal zu nutzen. Alte Fenster lassen sich zu diesem Zweck gut wiederverwenden. Aber auch andere Gegenstände lassen sich zum Bau von Frühbeeten wiederverwenden“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leitung von „Natur im Garten“.

So wird aus dem Fenster ein Frühbeet

Die Basis bildet ein Holzrahmen, auf den die Fenster aufgesetzt werden. Die Rückwand sollte 20 bis 25 cm höher sein als die Vorderseite des Frühbeets, denn dann liegen die Fenster schräg auf. Als Alternative zu alten Glasfenstern können Sie auch mit Folie bespannte Holzrahmen verwenden.

Die genauen Maße ergeben sich durch die Dimensionen der verwendeten Fenster mit Hilfe folgender Formeln:
Fensterhöhe x 0,98 = Kastenbreite
Kastenbreite x 0,2 + Vorderwandhöhe = Rückwandhöhe
Länge = Breite der Fenster

Um ein Abrutschen der Fenster zu verhindern, bringen Sie am äußeren Vorderrand des Kastens eine Leiste an. Zum Belüften des Frühbeetkastens können Sie 20 bis 30 cm lange Kanthölzer als Stützen zwischen die Fensterscheiben und den Kasten klemmen.

Stellen Sie den Frühbeetkasten an einem sonnigen Standort. Richten Sie die Schräge Richtung Süden aus. Aus einem Frühbeet kann leicht ein Mist- oder Warmbeet entstehen, sprich ein Beet mit natürlicher „Heizung“.

Zu diesem Zweck wird das Frühbeet mindestens 50 Zentimeter ausgehoben. Die unterste Schicht bildet eine Lage Pferdemist, der festgetreten wird und mindestens 25 Zentimeter hoch sein sollte. Darauf geben Sie ca. 20 Zentimeter Gartenerde. Falls Sie keinen Mist zur Verfügung haben, nehmen Sie Stroh und gießen dieses im Februar mit Brennnesseljauche an, bevor Sie die Erde darüber schichten. Im geschlossenen Zustand heizt sich das Frühbeet durch den Mist nun auf und erwärmt die Erde. Nach ungefähr zwei Wochen können Sie bereits aussäen.

Das Warmbeet ist auch für die Anzucht von kälteempfindlichen Jungpflanzen wie z.B. Paradeiser, Gurken und Paprika geeignet, bis diese nach den Eisheiligen im Mai ins Freie dürfen. Trotzdem immer - vor allem beim Lüften - darauf achten, dass es den Pflänzchen bei unter 10 °C schon zu kalt werden kann.

Hier geht es zum Beratungsstandort von Natur im Garten in Waidhofen.

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