Marlene Streeruwitz stellt neuen Roman in Baden vor: Flammenwand

BADEN. Schon zwei Wochen nach Erscheinen ihres neuen Romans „Flammenwand.“ wird Marlene Streeruwitz am 6. Juni um 19.30 Uhr im Rahmen der Badener Buchwochen in der Stadt ihrer Kindheit und Jugend bei Herbert Först im Haus der Kunst (Kaiser Franz Ring 7 zu Gast sein. Nach einem Gespräch zur Einstimmung wird die Autorin aus ihrem Roman lesen, Fragen beantworten und ihr Buch signieren. Der Eintritt ist frei, aber nur mit Zählkarte; erhältlich im Ticketservice Beethovenhaus, in der Buchhandlung Zweymüller und im Weltladen.

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Wovon erzählt dieser Roman? Adele Süttner, einer gebürtigen Wienerin jenseits der 50, kommt im Laufe eines Aufenthalts in Stockholm ihr Partner Gustav abhanden. Als ihr bewusst wird, dass dieser Mann sie seit langem hintergangen hat, irrt sie bei klirrender Kälte durch die Stadt und unterzieht in bedrohlicher Einsamkeit ihr gesamtes Leben einer Analyse. Und die fällt ernüchternd aus. Sie erstreckt sich über patriarchale Herrschaftsstrukturen, weibliches Begehren, Fragen familiärer Sozialisation, Geschlechterrollen, den Prozess des Altwerdens und lotet – so der S. Fischer Verlag – in letzter Konsequenz den „schmalen Grat zwischen Befreiung und Selbstverlust“ aus. Das alles nimmt in einem für die Erzählerin Streeruwitz charakteristischen Bewusstseinsstrom sprachliche Gestalt an, der sich über etwa sechs Stunden erstreckt. In der Ankündigung des Verlages liest sich das so: "Durch eine verräterische Liebesgeschichte entfaltet sich in Marlene Streeruwitz' furiosem Roman die Krise der Gegenwart." Wie in ihren früheren Romanen sind auch in „Flammenwand.“ literarische Motive eingearbeitet. So machen beispielsweise Anspielungen auf die „Gänsemagd“ der Gebrüder Grimm die Zeitlosigkeit der Grundsituation, in der sich Adele wiederfindet, sichtbar.
Dass Marlene Streeruwitz ihr Erzählen von Frauenschicksalen immer auch mit politischen Analysen verknüpft, trifft auch diesmal zu. Sie erzählt ihre Geschichte von Adele gegen den Hintergrund des aktuellen politischen Geschehens in Österreich: In insgesamt 83 Fußnoten verweist der Roman in seinem Anhang auf Medienberichte aus dem Jahre 2018. Man darf gespannt sein, was am 6. Juni an Aussagen im Zusammenhang mit der Geschichte von Adele und aktuellen politischen Ereignissen zu hören sein wird.
Der Abend mit Frau Streeruwitz im Haus der Kunst beginnt um 19 Uhr 30. Veranstalter sind Herbert Först, die Buchhandlung Zweymüller und die Kulturabteilung der Stadtgemeinde. Der Eintritt ist frei, aber nur mit Zählkarte; diese sind ab 27. Mai erhältlich: im Ticketservice Beethovenhaus, in der Buchhandlung Zweymüller und im Weltladen.

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