Friedensgebet 2015

Am 3.Oktober war es wieder soweit: Wie jedes Jahr wurde das Friedensgebet von den in Braunau beheimateten Religionen und Konfessionen gehalten.

Beim Friedensgebet wird jedes Jahr von den Vertretern der Religionen und Konfessionen ein Thema gewählt, das die Gemeinsamkeiten hervorheben soll. `Unsere Wege zum Guten´ lautete das Thema diesmal und war äußerst interessant. Wie eine jede Religion einen anderen aber doch so gleichen Weg zum Guten findet, zeigte sich sehr rührend. Symbolisch dazu führten verschiedenfarbige Pfade zu einem Ziel: Einem Licht in der Mitte. Die farbigen Pfade sollten die Religionen symbolisieren, das Licht symbolisierte das Gute. „Es freut mich zu beobachten, dass dieses Jahr so viele Menschen gekommen sind“, so Mag. Dagmar Ruhm von der Pfarre St. Franziskus. Diesmal wurde die Veranstaltung nämlich an einem ´neutralen´ Ort gehalten – dem Saal ´Wien´ im Krankhaus Braunau. In den letzten Jahren waren es immer religiöse Stätte. Dies war auf alle Fälle ein wichtiges Kriterium für viele Besucher, da sich viele Leute angesprochener fühlten. „Es geht darum, bei sich selber anzufangen und nicht den Frieden zuerst von anderen zu erwarten“, sagte Mag. Ruhm weiter. „Jeder Mensch und jede Religion versteht etwas anderes darunter, was Gut ist und was nicht. Daher sollten wir uns selbst nie als Das ´einzig wahre Gute´ erklären.“, betonte Pastor Herek Alexander, Vertreter der neuapostolischen Kirche. Gut vertreten war auch die serbisch-orthodoxe Kirche, durch Zoran Sijaikovic, der Buddhismus durch Fr. Krastenbergs Renate und die Evangelische durch Jan Lange. Die Gastgeberin Sr. Katharina Franz begrüßte alle Vertreter und Anwesenden recht herzlich und nahm auch viele Schwestern aus dem Krankhaus Braunau mit zur Veranstaltung. Die altkatholische Kirche wurde von Pfarrerin Steinecker (Ried i.Innkreis) vertreten. Fr. Abdelrahman Jasmina, Vertreterin des islamischen Friedenszentrums, sprach davon, wie sich die Lehren des Profeten Mohamed auf ihr Leben auswirken. Dazu sagte Fr. Abdelrahman: „Es fasziniert mich, wie liebevoll seine Lehren uns zum Guten leiten. Doch leider gibt es unter den 1,7 Milliarden friedvollen Muslimen immer wieder eine Minderheit (geschätzte 50.000), die das Gegenteil der Lehren des Profeten im Namen des Islams leben und Unheil stiften.“ „Leider wird viel zu oft ein Auge auf diese Minderheiten geworfen und vergessen, dass es übrige 1,7 Mrd. Muslime gibt, die die Lehren des Profeten lieben und befolgen.“ fügte Fr. Abdelrahman weiters hinzu.

Es schadet dem Ruf der Religionen sehr, wenn eine Minderheit im Namen der Religion Gewalttaten begeht oder Unruhen stiftet. Doch spätestens dann ist es an der Zeit, dass alle Menschen Hand in Hand aufstehen und ein gemeinsames Zeichen setzen: Für den Frieden.

Autor:

Jasmina Abdelrahman aus Braunau

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