Braunauer FPÖ-ler sind:
„Gewaltig enttäuscht!“

Johann Danninger, FPÖ-Bürgermeister in Feldkirchen bei Mattighofen
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  • Johann Danninger, FPÖ-Bürgermeister in Feldkirchen bei Mattighofen
  • Foto: FPÖ
  • hochgeladen von Barbara Ebner

Freiheitliche Politiker aus dem Bezirk Braunau äußern sich zur Ibiza-Affäre und ihren Folgen.

BEZIRK (ebba). Nach dem Aus für die türkis-blaue Koalition auf Bundesebene, als Folge der Ibiza-Affäre rund um H. C. Strache und Johann Gudenus, zeigen sich die Freiheitlichen im Bezirk Braunau betroffen: „Ich bin von unserer Führung gewaltig enttäuscht. Solche korrupten Sachen sind ein Wahnsinn! Bei uns in der Gemeinde wird gut gearbeitet und dann wird das auf höchster Ebene so zertreten! Da verliert man wirklich die Wertschätzung nach oben hin“, ärgert sich der Feldkirchner FPÖ-Bürgermeister Johann Danninger am Montag nach dem großen Paukenschlag.

Sorge, dass die Stimmung innerhalb seiner Gemeinde aufgrund Danningers Parteizugehörigkeit kippen könnte, hat er nicht: „Ich bin mit großer Freude Bürgermeister hier in Feldkirchen und das schätzen die Bürger auch. Abgesehen davon stellen wir in Feldkirchen das „Wir“ in den Vordergrund: Im Sinne der Bevölkerung leisten die Fraktionen gemeinsam gute Arbeit.“

Franz Wengler, Freiheitlicher Bürgermeister in St. Georgen am Fillmannsbach, sagt: "Das ganze ist natürlich sehr unangenehm. Aber noch schlimmer finde ich, dass man heute schon so weit ist, Lockvögel zu engagieren, um jemanden eine Falle zu stellen."

„Unsere Arbeit geht weiter“

Auf Landesebene scheint es nach anfänglichem Hin und Her nun doch nicht zu einer Auflösung der Koalition zwischen ÖVP und FPÖ zu kommen. Der Burgkirchner FPÖ-Landtagsabgeordnete David Schießl meint: „In der Landesregierung hat die Zusammenarbeit gut funktioniert. Für uns wird die politische Arbeit ganz normal weitergehen.“

Zum Ibiza-Video erklärt Schießl: „Dass man so etwas verurteilen muss, ist ganz klar! Völlig egal, ob die Aussagen nun in angetrunkenem oder nüchternem Zustand getroffen wurden. So eine Meinung darf man einfach nicht von sich geben, erst Recht nicht, wenn man ein hohes Amt bekleidet. Aber man muss Strache auch zugute halten, dass er die Konsequenzen gezogen hat.“

Die Vorgangsweise, wie es zum Video kam, kritisiert Schießl dennoch: „Würde ich bei mir in der Firma heimlich eine Kamera installieren und aufgrund dieser Videoaufnahmen einen Mitarbeiter kündigen, hätte ich wohl ein großes Problem. Da predigen alle stets vom Datenschutz und dann passiert so etwas!“

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