Pfotenhilfe
Jetzt erwachen auch noch die Igel aus der Winterruhe

Hasenbabys in der Pfotenhilfe sind jetzt schon zu dritt

LOCHEN, ANTHERING, MATTIGHOFEN. Am 12. Februar wurde bereits der dritte Igel innerhalb einer Woche auf den Tierschutzhof Pfotenhilfe gebracht, nachdem er in einem Garten in Mattighofen herumirrte. Auch er wiegt nur um die 300 Gramm. Alle Igel sind daher wohl wegen der Wärme und vor Hunger aufgewacht, heißt es in einer Aussendung der Pfotenhilfe Lochen.

Untergewichtige Igel, die jetzt nicht gefunden und versorgt werden, drohen zu verhungern, weil sie zu wenig Fettreserven für die Winterruhe haben und – selbst wenn sie aufwachen – jetzt auch kein Futter finden. Dieses Wochenende ist es wieder frühlingshaft warm und die Tierretter erwarten weitere Findelkinder, die es zu versorgen gilt.

Auch aus dem Feldhasenbaby, das seit letzter Woche in der Pfotenhilfe mit dem Flascherl aufgezogen wird, sind mittlerweile drei geworden. "Das letzte kam am 12. Februar aus Anthering bei Salzburg. Und bei allen war es sprichwörtlich Rettung in letzter Sekunde, da sie durch Hunde, Katzen oder den Straßenverkehr unmittelbar bedroht waren", berichtet Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler.

"Wildtiere dürfen aber niemals grundlos aus der Natur entnommen werden. Man muss sich gut auskennen, um zu wissen, ob ein Tier Hilfe braucht oder nicht. Wir haben daher schon vor fünf Jahren eine Wildtierhotline eingerichtet, um Finder zu beraten und Tierfamilien nicht grundlos zu trennen. Diese ist unter 0677/614 25 226 täglich von 9 bis 22 Uhr erreichbar."

Der Winter, der keiner sein wollte, hat Folgen

Der Tierschutzhof Pfotenhilfe pflegt jeden Winter dutzende untergewichtige, verletzte oder verwaiste Igel, die erst Mitte Mai wieder ausgewildert werden können. Heuer dürften es aufgrund des viel zu warmen Winters wohl einige mehr werden, befürchtet Stadler: "So ein verrückter Winter wirkt sich stark auf die Natur aus. Wir bekommen das natürlich direkt zu spüren, wenn Tierbabys geboren werden, obwohl es zumindest nachts noch viel zu kalt ist. Oder wenn Tiere aus der Winterruhe erwachen, die normalerweise erst im Frühling endet."

Autor:

Barbara Ebner aus Braunau

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen