Innovation in Burgkirchen
Neue Agri-PV-Anlage versorgt 600 Haushalte und spart CO2
- Die Oekostrom AG nahm am 3. Juni die neue Agri-PV-Anlage in Burgkirchen in Betrieb.
- Foto: oekostrom AG/eco-tec
- hochgeladen von Anja Kern
Die neue Agri‑PV‑Anlage liefert grünen Strom und stärkt die Landwirtschaft in Burgkirchen.
BURGKIRCHEN. Die Oekostrom AG hat am 3. Juni ihre neue Agri‑Photovoltaikanlage in Burgkirchen in Betrieb genommen. Die Anlage verbindet erneuerbare Stromproduktion mit landwirtschaftlicher Nutzung. Rund 3.300 Solarmodule in Ost-West-Ausrichtung erzeugen sauberen Strom. Gleichzeitig bleibt die Fläche als Weideland für Schafe erhalten. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.
Strom für 600 Haushalte
Die neue Anlage erzeugt jährlich rund 1,97 Gigawattstunden Strom – genug, um etwa 600 Haushalte ein ganzes Jahr lang zu versorgen. Bildlich gesprochen könnte man damit rund 280.000 Waschladungen durchführen oder mehr als 1.000 Elektroautos jeweils 10.000 Kilometer weit fahren lassen.
- Schafe pflegen die Grünflächen unter den montierten Solarmodulen.
- Foto: oekostrom AG/Pascal Liedtke
- hochgeladen von Anja Kern
Durch den Betrieb werden außerdem rund 400 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart. Das entspricht dem jährlichen Ausstoß von etwa 250 Autos oder der Menge, die rund 32.000 Bäume in einem Jahr binden könnten. Diese Einsparung verbessert die regionale Klimabilanz deutlich und zeigt, welchen Beitrag erneuerbare Energien für Umwelt und Lebensqualität leisten kann.
Schafe pflegen die Grünflächen
Besonders ist die doppelte Nutzung der Fläche. Die Schafe weiden unter den Modulen und übernehmen die Pflege der Grünflächen. Die Paneele bieten Schutz vor Wind und Regen. An heißen Tagen spenden sie Schatten. Der benachbarte Landwirt ist auf Schafhaltung spezialisiert und baut zusätzlich Lavendel an. So bleibt die Fläche langfristig landwirtschaftlich nutzbar.
- Die Solarmodule schützen die Schafe an nassen Tagen vor Regen und Wind.
- Foto: oekostrom AG/Pascal Liedtke
- hochgeladen von Anja Kern
„Mit Projekten wie in Burgkirchen zeigen wir, wie eine regionale Energiewende funktionieren kann, gemeinsam mit der Landwirtschaft und im Einklang mit der Natur",
sagt Christoph Grosssteiner, Geschäftsführer der Oekostrom Produktions GmbH.
Klimafitte Landwirtschaft
Agri‑PV‑Projekte wie dieses nutzen Böden mit geringem landwirtschaftlichem Ertrag. Der schottrige Boden neben der Mattig trocknet durch die Solarmodule weniger schnell aus. Die Paneele reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung, sodass weniger Wasser aus dem Boden verdunstet. Dadurch bleibt die Fläche länger feucht und wird widerstandsfähiger gegen Hitzeperioden.
Eine acht Meter breite Sichtschutzhecke bindet die Anlage in das Landschaftsbild ein und schafft Lebensraum für Wildtiere.
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