Neuer Fahrplan macht unzufrieden

Der Verkehrsverbund geht den Beschwerden aus dem Bezirk Braunau auf den Grund.
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Seit der neue Busfahrplan im Bezirk gültig ist, sorgt er für Aufregung. Nun reagiert der Verkehrsverbund.

BEZIRK (ebba). Mit 9. Dezember 2018 ist ein neuer Fahrplan in Kraft getreten. Eltern sehen ihre Kinder unangemessenen Fahrzeiten und – durch überfüllte Busse – auch Gefahren ausgesetzt.

Die Mutter einer HTL-Schülerin in Braunau kritisiert: „Meine Tochter sowie die Hälfte der Klasse muss den Unterricht schon eine Viertelstunde früher verlassen, nur um den Bus noch zu erwischen.“ HTL-Direktor Hans Blocher bestätigt das: „Am Nachmittag haben die Schüler vorwiegend Projektunterricht. Daher versäumen sie zumindest keinen Stoff, wenn die Lehrer sie früher gehen lassen. Aber glücklich sind wir mit der Situation nicht.“

Es soll in der Vergangenheit eine Reihe an Schwierigkeiten mit dem Verkehrsverbund gegeben haben – auch schon vor der jüngsten Fahrplanumstellung. Jedoch herrsche aktuell ein gutes Einvernehmen, so Gerda Schneeberger, Abteilungsvorstand Elektronik an der HTL. „Wir haben schon viel verbessern können. Ich würde mir aber schon noch optimalere Busverbindungen wünschen. Von Mettmach kommt gar kein Bus mehr! St. Johann, Maria Schmolln, Handenberg, Gilgenberg, Riedersbach – hier braucht es überall bessere Verbindungen.“ Zugute hält sie dem Verkehrsverbund, dass mittlerweile die Anschlusszeiten von Bus und Bahn wieder passen. „Hier wurden die Pläne bereits abgeändert.“

Durch die Fahrplanumstellung sind einige Haltestellen gestrichen worden. Norbert Schossböck aus Braunau kann nicht verstehen, dass der Bus, der seine Kinder stets von Aching in die Schule nach Burgkirchen/Mauerkirchen brachte, plötzlich nicht mehr kommt. „Es gab keine vorherige Information! Die Kinder stehen um 6.45 Uhr in der Finsternis bei der Haltestelle und keiner weiß, warum kein Bus kommt. Wir finden es nicht in Ordnung, eine Bushaltestelle, die jahrelang angefahren wurde und wo immer Kinder einsteigen, einfach zu streichen. Die nächste Haltestelle ist fast eineinhalb Kilometer weiter weg. Wir hoffen, dass die Haltestelle in Aching wieder in den Fahrplan aufgenommen wird“, appelliert Schossböck.

Verkehrsverbund wehrt sich

„Einige Haltestellen, die schon zwischen zehn oder 20 Jahre alt sind, wurden von uns überprüft. Heutzutage sind die Busse viel größer. So kommt es, dass gewisse Haltestellen einfach nicht mehr verkehrstauglich sind. Und was die Kritik betrifft, wir hätten zuvor nicht ausreichend informiert, dem kann ich nur entgegnen: Wir haben bereits Monate vor dem Fahrplanwechsel Gemeinden und Schulen darüber informiert. Es wurde auch Gelegenheit gegeben, sich an uns zu wenden, um die Fahrplanzeiten gegebenenfalls an den Stundenplan anzupassen“, erklärt Klaus Wimmer, Pressesprecher des Oö. Verkehrsverbundes. „Wir stimmen uns mit den Schulen ab, bekommen aber auch nicht immer Feedback.“

Davon abgesehen seien mit dem Fahrplanwechsel vor allem viele Verbesserungen für die Region vorgenommen worden, so Wimmer. „Ich denke, dass sich manche Kunden nicht intensiv genug in den neuen Fahrplan reinlesen und so vielleicht gar nicht wissen, dass nur drei Minuten später ein weiterer Bus fährt“, mutmaßt Wimmer.
Jedenfalls sei man mit Schulen, Behörden und Kunden in laufendem Kontakt, um noch Verbesserungen vorzunehmen. „Diese Optimierungen werden wir nach den Semesterferien umsetzen – dort, wo es möglich ist“, verspricht Wimmer.

Ihre Anregung:
Seit 9. Dezember 2018 gilt im Bezirk Braunau ein neuer Bus-Fahrplan. Seither kommt es aufgrund diverser Verschlechterungen bei Fahrplan und Haltestellen zu Kritiken. Um entsprechende Verbesserungen herbeiführen zu können, stellt die BezirksRundschau Betroffenen eine Plattform zur Verfügung.

Wer Anregungen, Änderungswünsche oder sonst irgendwelche Verbesserungsvorschläge hat, bitte das Problem in einem kurzen Mail schildern und an braunau.red@bezirksrundschau.com schicken.

Die BezirksRundschau wird sämtliche E-Mails gesammelt an den Oö. Verkehrsverbund weiterleiten. Nach Absprache mit dem Verkehrsverbund werden die Anregungen mit Priorität behandelt. Einsendeschluss: Do., 31. Jänner, 12 Uhr

Der Verkehrsverbund geht den Beschwerden aus dem Bezirk Braunau auf den Grund.
Klaus Wimmer, Pressesprecher des Oö. Verkehrsverbundes

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