28.03.2017, 21:40 Uhr

Geocaching: Die moderne Schatzsuche

Die Schätze beim Geocaching werden gut geschützt in einem Gefäß versteckt. Wer sie findet kann sich im Logbuch eintragen. (Foto: Petra Schuiki)

BEZIRK (caro). Außergewöhnliche Hobbys gibt es viele. Für Fans der Schatzsuche ist Geocaching der perfekte Zeitvertreib. Mit modernen Hilfsmitteln macht man sich auf die Suche nach kleinen Schätzen, überall in der Natur versteckt.

Begonnen hat alles in Oregon, USA, im Jahre 2000. Dave Ulmer versteckte ein paar Kleinigkeiten, sogenannte Schätze, und ein Logbuch in einem Behälter im Wald und veröffentlichte die GPS-Koordinaten im Internet. Mit dieser Aktion wurde der Grundstein für das Geocaching gelegt. Seither suchen begeisterte Geocacher weltweit nach Fundstücken mit Hilfe von Koordinaten und verewigen sich in den zugehörigen Logbüchern. Petra Schuiki und ihre Familie aus St. Pantaleon gehören zu den Fans des Geocaching: „Wir haben zum ersten Mal bei einer Geburtstagsfeier davon gehört und es dann gleich ausprobiert. Seither sind unsere Spaziergänge aufregende Schatzsuchen“, erzählt Schuiki.

Wie funktioniert Geocaching?

Im Grunde ist Geocaching ganz einfach zu erklären. Man sucht mit einem GPS-Gerät, zum Beispiel einem Smartphone, und anhand von Koordinaten nach versteckten Behältern. Um die notwendigen Koordinaten zu erhalten, muss man sich zuvor bei einer einschlägigen Community anmelden. Hat man schließlich einen sogenannten Cache gefunden, trägt man sich ins beiliegende Logbuch ein und teilt im Internet seinen Fund. „Die Freunde über einen gefundenen Schatz und die Ehre sich ins Logbuch eintragen zu dürfen, sind etwas ganz Besonderes.“, schwärmt Schuiki.

Manche Funde können auch Tauschgegenstände beinhalten. Findet man einen solchen, kann man sich einen Gegenstand mitnehmen, wenn man dafür einen anderen gleichwertigen Gegenstand hineinlegt. Die Behälter für die Fundgegenstände müssen nach den Regeln des Geocaching ordentlich versteckt werden. Besonders wichtig ist es, dass man beim Verstecken nicht beobachtet wird. Geocacher tarnen sich daher als ganz normale Wanderer, Radfahrer oder Spaziergänger. Petra Schuiki beschreibt den besonderen Reiz des Geocaching wie folgt: „Wir entdecken beim Geocaching so viele schöne neue Plätze und Orte und lernen durch Recherchen alles Mögliche. Manchmal fühlt man sich dabei beinahe wie ein Detektiv. Hat einen das Fieber einmal gepackt, kann man ohnehin nicht mehr aufhören nach Schätzen zu suchen“, so Schuiki.

Weltenbummler und Vorbilder

Der ein oder andere Geocacher hat inzwischen sogar Berühmtheit in der Community erlangt. Bei Geocaching Events lernt man sich untereinander kennen und kann sich austauschen: „Wir haben schon zahlreiche neue Leute durch Geocaching kennengelernt und einige sind inzwischen zu unseren Freunden geworden“, so Schuiki. Besonders die Cacher „Stageworm“ und „Klaubi“ werden von Schuiki bewundert. „Stageworm“ hat seit 2011 bereits 12.500 Funde gemacht und dazu die halbe Welt bereist. „Klaubi“ ist ein Cacher, dem aufgrund einer schweren Krankheit tägliche Bewegung an der frischen Luft verordnet wurde, und der so über zwei Jahre hinweg täglich einen Cache gefunden hat. Solche Persönlichkeiten der Szene sind für Geocacher beinahe wie Vorbilder: „Klaubi gebührt mein größter Respekt für seine Leistung und seine Motivation. Auch Stageworm hat großartiges vollbracht und sein Wissen mit uns geteilt. Er hat uns viele Tipps, besonders für den Einsatz von Kletterausrüstung gegeben“, erzählt Schuiki.

Geocaching im Bezirk Braunau

Mehrere hundert Caches sind im Bezirk versteckt und führen auf unterschiedlichsten Routen durch die Gemeinden. Petra Schuiki und ihre Familie haben selbst eine Route zum Thema Friedensbezirk ausgearbeitet. „Wir haben lange überlegt, wie wir dieses Projekt umsetzten könnten. Die Route umfasst nun zehn Caches, auf deren Suche sich alles um die Gemeinden im Bezirk dreht“, erklärt Schuiki. Wer alles findet, kann sich beim letzten Versteck der Route in der Bezirkshauptstadt Braunau einen Stempelabdruck als Erinnerung mitnehmen und ein entsprechendes Logo auf seine Geocacher-Onlineseite platzieren. Außerdem hat man dann ganz nebenbei 20 Gemeinden des Bezirks besucht.
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