30.01.2018, 13:43 Uhr

Hochzeitstrend: Trauringe in Simbach selbst herstellen

Geldschmiedemeisterin Bianca Stralendorff hilft Brautpaaren ihre ganz eigenen Ringe zu schmieden.

Die Trau(m)ringschmiede: Mehr Liebe kann man in kein Schmuckstück packen: Bianca Stralendorff hilft Paaren beim Eheringschmieden.

SIMBACH (höll). "Kein anderes Ding speichert Emotionen so nachhaltig, wie es Schmuck tut", weiß Bianca Stralendorff. Die Simbacher Goldschmiedemeisterin hilft Brautpaaren ihre ganz individuellen Eheringe selbst zu schmieden: "Der Trauring ist unter allen Schmuckstücken natürlich das Highlight. Diesen selbst zu designen und zu formen ist ein ganz besonderes Erlebnis", ist sich Stralendorff sicher.

Trauringkurse für angehende Ehepaare

Seit 2014 bietet die Goldschmiedin die "Trauringkurse" an und hat großen Erfolg mit ihrer Idee. 30 Paare haben in Stralendorffs Goldschmiede "Bianca Heue" in Simbach bereits an ihren Ringen gefeilt. "Die meisten kommen aus Österreich. Aber auch ein Paar aus Berlin war schon hier", freut sich die 48-Jährige.

Gold, Silber und Diamanten

Die Paare kommen vorab zu einem Gespräch: "Hier legen wir die Grundform der Ringe fest. Welches Material, welche Form, Steine und Größe werden besprochen. Dann kann ich auch einen Preis für die Ringe schätzen", erklärt Stralendorff den Ablauf. Am Kurstag selbst darf das künftige Ehepaar dann erstmal das Sägen an einem Messingblech üben: "Man muss ein Gefühl für Material und Werkzeuge bekommen." Aus einem Goldstreifen wird dann der Ring geformt. "Übrigens schmieden die Männer den Ring für ihre Frauen und umgekehrt. Mehr Liebe kann man in ein Schmuckstück wohl nicht packen", lacht die Goldschmiedin.

Gravur für die Ewigkeit

Ist die Grundform einmal fertig, wird solange gefeilt und geschmiedet, bis die Ringe perfekt sind. Anschließend erhält die Oberfläche ihr Finish. Zum Abschluss dürfen die Paare ihre Ringe selbst gravieren. Nach etwa acht Stunden in der Werkstatt sind nicht nur die Trauringe fertig: "Die Paare sind ganz überrascht, wie anstrengend und schmutzig die Arbeit in der Goldschmiede ist. Die meisten gehen mit Muskelkater, schwarzen Fingern, aber unendlich stolz auf ihr Schmuckstück nach Hause", schwärmt Stralendorff.

Günstiger als "normale" Ringe

Der "Spass" ist nicht so teuer, wie man vermuten könnte: "Die Ringe sind sogar günstiger als im Verkauf. Ich verrechne pro Paar 180 Euro für den 8-stündigen Kurs. Dazu kommen die Materialkosten - also der Goldpreis", erklärt Stralendorff. Alle Informationen finden Sie unter www.goldschmiede-heue.de
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