Im Blindflug durch die Nacht

Fehlende Beleuchtung kann den Tod bedeuten.
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PRELLENKIRCHEN. Was die Polizei bereits den Kleinsten in der Volksschule im Rahmen der Verkehrserziehung beibringt, dürfte sich bis zum Erwachsenenalter scheinbar aber wieder verflüchtigt haben. Vermehrt kommt es zu Sichtungen von Radfahrern, die sogar in Dunkelheit ohne Licht oder Reflektoren auf Brucks Straßen unterwegs sind. Einen aktuellen Fall schildert Manfred Bauer (Name geändert) aus Bruck.

Wie aus dem Nichts

"Ich war vergangene Woche kurz nach Einbruch der Dunkelheit von Prellenkirchen kommend Richtung Berg unterwegs. In der hangabschüssigen Linkskurve vor der Kellergasse, die ohnehin berüchtigt ist, musste ich eine Vollbremsung hinlegen, die das Auto schleudern ließ. Vor mir und keinesfalls am rechten Fahrbahnrand ein Radfahrer, völlig dunkel gekleidet, am Fahrrad wie an der Kleidung weder Beleuchtung noch Reflektoren. Ich stellte den Wagen ab und zwang den Radler zum Stehenbleiben", so der Autolenker.

"Schleich Dich!"

Der slowakische Rennradler empfing Bauer an seinem Fahrrad mit den Worten "Schleich Dich, Du sch... Österreicher! Was willst von mir?", hatte aber nicht mit einem derart resoluten Mann gerechnet. "Ich habe ihm 'klassisch' ein paar Watschen angedroht als seine drei - ebenfalls unbeleuchteten Gefährten - plötzlich wie aus dem Nichts erschienen. Nicht, dass ich ein Problem mit den Vieren gehabt hätte, aber um die sollte sich die Polizei kümmern, die ich an Ort und Stelle gerufen habe."

Notruf weiß Bescheid

Die slowakischen Biker suchten sofort das Weite, während sich Manfred Bauer mit der Polizei in St. Pölten unterhielt, zu der der Notruf verbunden wurde: "Ja, das Problem ist auch in der Landeshauptstadt bekannt. Er würde mich aber zur Polizei nach Kittsee verbinden, da dies die nächstgelegene war. Auch dort war das Problem laut den Aussagen des Beamten bekannt. Jedenfalls sind sie losgefahren, die Biker zu suchen."

Polizei verständigen

Oberstleutnant Sabine Zentner, Kommandantin des Bezirkspolizeikommandos Bruck an der Leitha, stellt auf Anfrage der Bezirksblätter klar: "Fakt ist, dass jeder Anzeige sofort nachgegangen wird. Auch Radfahrer haben sich an die StVO zu halten, die bei Dämmerung und Dunkelheit Beleuchtung und Reflektoren gesetzlich vorschreibt. Unbeleuchtete Radfahrer stellen ein enormes Sicherheitsrisiko dar, für sich selbst und auch für andere Verkehrsteilnehmer. Daher ist es wichtig, dass die Bevölkerung mithilft und Verdächtiges sofort dem Notruf 133 meldet. Nur so können wir rasch und effizient reagieren."

Fehlende Beleuchtung kann den Tod bedeuten.
S. Zentner ersucht, Verdächtiges dem Notruf 133 zu melden.

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