Petition an Landtag
KPÖ kritisiert „mangelnde Transparenz“ bei Asbest-Aufarbeitung
- KPÖ meldete sich zu Asbest-Thematik zu Wort: steirische Landtagsabgeordneter Alexander Melinz, Bezirkssprecher der KPÖ Eisenstadt Mathias Adler sowie Allgemeinmediziner und ehemaliger Landessprecher der KPÖ Burgenland Rudolf Gabriel (v.l.).
- Foto: KPÖ
- hochgeladen von Sarah Konrad
Die Asbest-Causa hat das Burgenland seit Monaten fest im Griff. Nach ersten Funden im Jänner wurden vier Steinbrüche geschlossen. Auch andere Bundesländer, wie etwa die Steiermark, sind betroffen. Am Montag meldete sich in der Causa nun auch die KPÖ Burgenland im Rahmen einer Pressekonferenz zu Wort. Die Partei, die selbst nicht im Landtag vertreten ist, richtet eine Petition an den burgenländischen Landtag.
BURGENLAND/STEIERMARK. Vor rund vier Monaten wurden durch die Umweltschutzorganisation Greenpeace erste Funde von asbesthaltigem Material im Südburgenland publik gemacht. In der Folge wurden vier Steinbrüche behördlich geschlossen. Weitere Asbest-Funde wurden mittlerweile auch im Nachbarbundesland Steiermark und Niederösterreich gemeldet.
- Nach Bekanntwerden der Asbest-Funde wurden im Burgenland vier Steinbrüche behördlich stillgelegt, unter anderem jener in Bernstein.
- Foto: MeinBezirk/Lisa Stöckl
- hochgeladen von Michael Strini
Seitens des Landes Burgenland wurde eine interdisziplinäre Taskforce eingerichtet, die unter dem Namen „Vorsorgeabklärung Luftqualität“ systematische Luftmessungen an ausgewählten Standorten durchführen und fachlich bewerten sollte. Erste Ergebnisse der Asbest-Analysen aus den geschlossenen Steinbrüche liegen seit vergangener Woche vor.
KPÖ richtet Petition an burgenländischen Landtag
Am Montag meldete sich in der Diskussion nun auch die KPÖ Eisenstadt in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der KPÖ Steiermark zu Wort. Kritisiert wurde darin insbesondere die „mangelnde Transparenz“ sowie ein vielfach „widersprüchlicher und undurchsichtiger Umgang mit den Ergebnissen“. „Unterschiedliche Messwerte, öffentliche Schuldzuweisungen und unklare Aussagen über betroffene Standorte“, fasste Mathias Adler, der Bezirkssprecher der KPÖ Eisenstadt, zusammen. Zustimmung kam vom steirischen KPÖ-Landtagsabgeordneten Alexander Melinz: „Die aktuellen Asbest-Funde hätten längst Anlass für konsequentes Handeln sein müssen – doch sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene bleiben wirksame Maßnahmen bislang aus.“
- Nach Bekanntwerden der Asbest-Funde wurden im Burgenland vier Steinbrüche behördlich stillgelegt, unter anderem jener in Bernstein.
- Foto: MeinBezirk/Lisa Stöckl
- hochgeladen von Michael Strini
Um ihrer Forderung nach einer raschen und transparenten Aufklärung Nachdruck zu verleihen, sammelt die KPÖ Burgenland aktuell Unterschriften. Die Petition mit dem Titel „Asbest stoppen – Menschen schützen!“ soll in der Folge dem burgenländischen Landtag übermittelt werden. Weitere Infos und Details zu den Forderungen der KPÖ Burgenland findest du auf openpetition.eu.
MeinBezirk auf
MeinBezirk als
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.