Frühwarnsystem aktiviert
BFI Burgenland meldet 64 Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung an
- Schwierige Zeiten für das BFI Burgenland: Wie viele Kündigungen letztlich wirklich ausgesprochen werden müssen, hängt vom Ausgang mehrerer Vergabeverfahren ab.
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Das Berufsförderungsinstitut (BFI) Burgenland musste 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Frühwarnsystem des AMS melden. Betroffen ist damit fast die Hälfte der rund 140-köpfigen Belegschaft im gesamten Bundesland. Als Gründe für die Maßnahme führt Geschäftsführer Jürgen Grandits die immer kurzfristigere Auftragsvergabe sowie im Speziellen die Situation rund um die überbetrieblichen Lehrausbildung im Nordburgenland.
BURGENLAND. Wie die Krone zuerst berichtete, musste das Berufsförderungsinstitut (BFI) Burgenland knapp die Hälfte der Belegschaft beim AMS-Frühwarnsystem anmelden. Betroffen sind insgesamt 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie Geschäftsführer Jürgen Grandits auf Nachfrage von MeinBezirk bestätigt. Im Nordburgenland seien 24 Beschäftigte betroffen, der Rest teile sich auf die Standorte im Mittel- und Südburgenland aus.
Als Grund für die Maßnahme führt der Geschäftsführer unter anderem die Auftragsvergabe ins Treffen, die immer kurzfristiger erfolge. Viele Ausschreibungen würden mittlerweile jährlich erfolgen, was eine langfristige Planung erschwere. Auch private Einrichtungen würden sich immer öfter an den Ausschreibungen im Burgenland beteiligen. „Aber gut, das ist das Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen“, meint Grandits. Im Gespräch mit MeinBezirk verweist der Geschäftsführer zudem auf die langen Kündigungsfristen einiger – vor allem langjähriger – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Zwist um überbetriebliche Lehre im Nordburgenland
Die Schwierigkeit einer langfristigen Planung zeigt sich aktuell besonders im Nordburgenland. Bisher wurde die überbetriebliche Lehre für rund 100 Jugendliche aus Eisenstadt und Neusiedl am See vom BFI organisiert. Bei der heurigen Ausschreibung legte die Wirtschaftskammer Burgenland erfolgreich Einspruch gegen das Vergabeverfahren ein, eine Übergangslösung musste gefunden werden. Auch eine zweite Ausschreibung scheiterte laut Medienberichten. Derzeit läuft die dritte Ausschreibung. Mit einer finalen Entscheidung ist laut Grandits Mitte September zu rechnen.
- Das BFI Burgenland organisierte in der Vergangenheit die überbetriebliche Lehre im Nordburgenland. Aktuell läuft die Ausschreibung noch. (Symbolbild)
- Foto: PantherMedia/Fabrice Michaudeau
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Finale Zahl der Kündigungen noch offen
Je nachdem, wie die Vergabe ausfällt, könnte sich auch die Zahl der Kündigungen noch einmal drastisch reduzieren, erklärt der Geschäftsführer. Sollte das BFI bei noch offenen Ausschreibungen zum Zug kommen, könnten Kündigungen demnach wieder zurückgenommmen werden. Auf die Stimmung innerhalb der Belegschaft angesprochen, erklärt Grandits, dass es im Vorfeld mit allen Betroffenen persönliche Gespräche gegeben habe. Dass die Situation aktuell angespannt sei, stehe aber außer Frage. Nun gehe es darum, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beruhigen.
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