01.12.2016, 18:55 Uhr

Alle Jahre wieder: der Adventkranz

Er ist einer der Stars auf der Verkaufsliste in der Vorweihnachtszeit: der Adventkranz. Individuelles Aussehen macht ihn zur Tischdekoration Nummer eins während der Adventzeit.

Adventkranzbinden ist in Österreich eine fast hundert Jahre alte Tradition. Julia Muckenhuber von der Gärtnerei Blumenhof in Fraham bei Eferding ist mit Leib und Seele dabei, wenn es um diese Tätigkeit geht. „Jeder Kranz ist ein Unikat. Wir verwenden nur frisch geschnittenes Reisig aus der Region, daher bleiben unsere Kränze länger frisch.“ Ihre Kollegin Gerda Forstner nickt zustimmend: „Bei uns gibt es keine Massenware, jeder unsere Kränze ist individuell. Außerdem sind die Kerzen hochwertig und rußen nicht.“
"Von professionellen Floristen gebundene Kränze halten länger und sind auch sicherer, weil das frische Reisig nicht so schnell austrocknet und Qualitätskerzen verwendet werden", versichern beide unisono.

Die ursprüngliche Bedeutung des Adventkranzes liegt darin, dass das zunehmende Licht der Kerzen die steigende Erwartung der Geburt Jesu Christi symbolisierte. In der katholischen Kirche ist es zudem üblich, den Kranz mit drei violetten und einer rosa Kerze zu schmücken. Die rosa Kerze wird dabei am dritten Adventsonntag angezündet. Dies hat mit den verwendeten Farben bei den Zeremonien in der Kirche zu tun.
Julia verrät noch: „Um einen Adventkranz zu binden, braucht man ein wenig Kreativität und Gefühl für Farben und Materialien.“

Diese Naturverbundenheit und Begeisterung an der Floristik spiegelt sich auch darin wieder, dass dieser Brauch in vielen Vereinen jedes Jahr gelebt wird. Vor Allem das individuelle Aussehen jedes Kranzes durch die Handarbeit ist dabei sehr geschätzt.

In der Gärtnerei Blumenhof werden alljährlich zwischen 150 und 180 Adventkränze gebunden, wobei die Arbeitszeit pro Kranz in etwa eine halbe Stunde beträgt. Auf der großen Adventausstellung von 14. bis 26. November werden dort zahlreiche Exemplare zu bewundern sein.
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