Wiener Museen
Leopold Museum: Eine verhängnisvolle Liebe: Oskar Kokoschka - Alma Mahler

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Kokoschkas Beziehung zu Alma Schindler – besser bekannt als Alma Mahler, Witwe Gustav Mahlers – kann man ehrlich amour fou, irre, verhängnisvolle Liebe, oder auch pervers nennen. Alma war eine Gesellschaftsdame, um 7 Jahre älter als Kokoschka, eine femme fatale; sie hatte wortwörtlich zahllose Liebhaber, teilweise zur selben Zeit. Alle waren Künstler, sie managte sie und schmückte sich mit ihnen, ließ sich anbeten und betrog sie – alle. Die Liste ist lang, darin etwa die Komponisten Zemlinsky, Mahler, Schreker, Pfitzner. Der Industrielle Carl Reininghaus. Der Architekt Gropius. Der Schriftsteller Werfel – und 1911-1916 Kokoschka. Wahrscheinlich hatte sie als junges Mädchen auch mit Klimt ein Verhältnis, aber das ist nicht gesichert.
Kokoschka hat sie oft abgebildet und für sie Landschaften, Wandfresken, Gebrauchsgegenstände bemalt oder gestaltet, und nachdem sie stürmisch Schluss gemacht hatten, ließ er eine lebensgroße nackte Alma-Puppe fertigen, mit der er durch die Lande zog... Er zerstörte dann die Puppe 1922, das markierte das Ende seiner Abhängigkeit von Alma.
In dieser Ausstellung ist eine Puppe, die aber in unseren Tagen dem Original nachempfunden wurde.)
Wie auch immer, das feine Nervenkostüm von Künstlern ist nicht mit normalen Maßstäben zu messen – und Alma hatte auch kein leichtes Leben, aber das ist eine andere Geschichte.

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