Natur in der Gemeinde
Buntflächen für Obertrum

Natur in der Gemeinde zu Besuch in Obertrum im Bild: Lisa Fichtenbauer, Bernhard Seidl, Bernhard Gruber, Bürgermeister Simon Wallner, Günther Strasser, Landesrätin Maria Hutter, Astrid Glück, Peter Feichtner, Carolin Klar.
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  • Natur in der Gemeinde zu Besuch in Obertrum im Bild: Lisa Fichtenbauer, Bernhard Seidl, Bernhard Gruber, Bürgermeister Simon Wallner, Günther Strasser, Landesrätin Maria Hutter, Astrid Glück, Peter Feichtner, Carolin Klar.
  • Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
  • hochgeladen von Gertraud Kleemayr

Zum Start der Aktion „Natur in der Gemeinde“ macht Obertrum am See  den Anfang  und gestaltet Grünflächen zu „Buntflächen“.

OBERTRUM. Bei strahlendem Frühherbstwetter präsentierte Landesrätin Maria Hutter kürzlich den nächsten Aktionsteil des Erfolgsformats „Natur in Salzburg“. Dabei werden Flächen in den Orten naturnah begrünt, um die Artenvielfalt zu fördern. Die Premiere feierte Obertrum am See.

Regionales Saatgut

Mitarbeiter des Bauhofs rückten bereits im Laufe dieser Woche aus, um die ersten Flächen umzugestalten und regionales Saatgut einzusetzen. „Da viele heimische Pflanzen mehrjährig sind, brauchen wir zwar ein wenig Geduld, aber dafür wird die Fläche jedes Jahr anders aussehen. Die Natur ist dynamisch, Wetter und Jahreszeiten bestimmen das Erscheinungsbild. Was gibt es Schöneres?“, schwärmt Landesrätin Maria Hutter und fügt hinzu: „Verkehrsinseln mit dem Erscheinungsbild eines brav gemähten Golfplatzrasens sollen umgestaltet werden zu Blumenwiesen. Das sieht hübsch aus, ist aber vor allem wertvoller Lebensraum. Aus Grünflächen werden Buntflächen.“

Zwei in eins

Naturnahe Bewirtschaftung bringt mehr Artenvielfalt in den Ort - und spart gleichzeitig Zeit und Geld. Im Vergleich zur konventionellen Grünraumpflege benötigt man bei naturnaher Bewirtschaftung langfristig weniger Pflege: Die Natur erhält sich quasi selber. „Jede Gemeinde besitzt Flächen, die sich in einen naturnahen Raum umgestalten lassen. Dies erfordert fachliches Wissen, einen guten Plan sowie Kommunikation mit der Bevölkerung“, so Bürgermeister Simon Wallner.

Gut für Land, Leute und Tiere

Gemeinden des Netzwerks werden drei Jahre vom Naturschutzreferat des Landes kostenlos und professionell auf dem Weg zu mehr Biodiversität begleitet. Sie handeln damit als Vorbilder und erhöhen so auch das Naturbewusstsein ihrer Bürgerinnen und Bürger. „Durch ein Umdenken können wir langfristig strukturreiche Lebensräume schaffen und erhalten und somit unsere Lebensqualität erhöhen“, betont Hutter.

Die Kriterien für „Natur in der Gemeinde“

Verzicht auf Pestizide, chemisch-synthetische Dünger und Torferde
Verwendung von heimischen Pflanzen, Stauden und Gehölzen sowie regionalem Saatgut
Für 2020 stehen neben Obertrum am See weitere vier teilnehmende Gemeinden fest: Göming, Oberalm, St. Koloman und Weißbach bei Lofer. Interessierte Gemeinden können sich für kommendes Jahr bewerben. Unterstützt wird das Projekt „Natur in der Gemeinde“ vom Land Salzburg und der Europäischen Union.
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