Berg-Geschichten in Buchform gefasst
Einem Mythos auf der Spur
- Sein erlebnisreiches Buch präsentiert Autor Siegfried Siller aus Anif.
- hochgeladen von Wolfgang Schweighofer
In seinem Buch „Der Untersberg“ hält Autor Sigi Siller Erlebnisse und Kraftplätze seit Kindheitstagen fest.
ANIF. „Die Leser sollen den Untersberg neu entdecken und ihn unter einem neuen Blickwinkel sehen“, erklärt Siegfried Siller, der kürzlich sein erstes Buch „Der Unterberg“ veröffentlichte. Für den Autor gibt es stets Neues und Interessantes auf dem großen Salzburger Hausberg zu erleben. Seine ersten Aufzeichnungen über Bergtouren – damals mit seinen Eltern und der Schwester – führte er bereits 1969 in Form von Ansichtskarten und Hüttenstempeln. Damals wurde der Grundstein für sein großes Interesse am Untersberg und seine lebenslange Leidenschaft dafür gelegt. „Der Untersberg bietet nicht nur prachtvolle Aussichten, sondern auch stille Plätze und Kraftorte, die ich gerne genieße und zu denen ich mich hingezogen fühle. Das beeindruckende Felsmassiv hat eine fast magische Anziehungskraft auf mich“, berichtet Siller und fügt hinzu: „Der Dalai Lama bezeichnet den Berg als ‚Herz-Chakra Europas‘“. Auch für den Autor ist das markante und mächtige Salzburger Wahrzeichen ein Rückzugsort, Spielplatz und sagenumwobener Berg. „Manche Erlebnisse sind kaum in Worte zu fassen, wie sieben Minuten, die mir einfach ‚fehlten‘“. Siller verfasste keinen Wanderführer, sondern verarbeitete seine Erlebnisse auch abseits der Wanderwege. Er beschreibt sowohl Aufstiegsmöglichkeiten, zitiert Sagen und erzählt über mystische Orte und Phänomene wie das Schneekreuz, das sich alljährlich bei der Schneeschmelze’ bildet und über die Irlmaier-Madonna, ein Juwel mit Quelle, deren Wasser der Legende nach Augenleiden heilen soll. Der Autor suchte und fand geheime Plätze voller Magie, schreibt über Begegnungen mit Tieren und gibt wertvolle Tipps. Zudem finden sich Beiträge über die Schellenberger Eishöhle, den weltbekannten Untersberger Marmor und über Dichter und Autoren, die den Berg in ihren literarischen Arbeiten verewigten. In seiner liebevollen Hommage an den Untersberg weist Siller auch auf die Gefahren hin, die das geheimnisvolle und sagenumwobene Massiv birgt, in dem der Sage nach noch immer Kaiser Karl schläft und seinen weißen Bart um den Marmortisch wachsen lassen soll, bis die Not am größten ist und keine Raben mehr um den Gipfel fliegen. Dann soll die letzte Schlacht zwischen Gut und Böse beim Walser Birnbaum geschlagen werden. Kulturgeschichte und persönliche Erlebnisse – zusammengefasst im Buch „Der Untersberg“ von Siegfried Siller.
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