Inklusionsstammtisch in Seekirchen
Ein Stammtisch ohne Barrieren
- Vertreter der Wohngemeinschaft Seekirchen von Jugend am Werk gemeinsam mit Vertreter:innen der Stadtgemeinde Seekirchen und der SoulFoodAcademy.
- Foto: Christian Angerer
- hochgeladen von Simon Haslauer
Mehr als 50 Menschen kamen zum ersten Inklusionsstammtisch in Seekirchen zusammen. Der Abend im Hofwirt zeigte dabei, wie unkompliziert gelebte Teilhabe sein kann.
SEEKIRCHEN. Manchmal braucht es nicht mehr als einen gemeinsamen Tisch, gutes Essen und die Bereitschaft, einander zuzuhören. Genau das zeigte der erste Inklusionsstammtisch in Seekirchen am Wallersee. Mehr als 50 Menschen folgten jüngst der Einladung in den Hofwirt und verbrachten dort einen Abend voller Begegnungen, Gespräche und neuer Bekanntschaften.
- Besucher treffen beim ersten Inklusionsstammtisch im Hofwirt Seekirchen ein und erhalten ihre Namensschilder. Bereits beim Ankommen entstehen die ersten Gespräche und Begegnungen – der Grundstein für einen Abend voller Austausch auf Augenhöhe.
- Foto: Christian Angerer
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Menschen mit und ohne Behinderung, Angehörige sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen dabei miteinander ins Gespräch. Auf ein klassisches Veranstaltungsprogramm wurde bewusst verzichtet. Im Mittelpunkt standen das persönliche Kennenlernen, der offene Austausch und das gemeinsame Miteinander.
Idee aus der Wohngemeinschaft
Entstanden ist die Idee zum Inklusionsstammtisch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der WG Seekirchen von Jugend am Werk. Gemeinsam mit der SoulFoodAcademy wurde daraus ein Begegnungsformat entwickelt, das Menschen auf Augenhöhe zusammenbringen soll.
Wie selbstverständlich das gelingen kann, zeigte sich an diesem Abend: Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und Hintergründen saßen gemeinsam an einem Tisch, lachten und diskutierten miteinander. Berührungsängste oder vermeintliche Unterschiede rückten dabei rasch in den Hintergrund. „Die Menschen sind sehr kommunikativ. Das sollte man viel mehr aufgreifen und einfach mehr miteinander reden“, sagte Bürgermeister Konrad Pieringer. Auch Landtagsabgeordnete Kimbie Humer-Vogel zeigte sich von der Veranstaltung begeistert:
„Mein Wunsch wäre, dass wir nicht Menschen in Schubladen stecken, sondern dass wir ein Schmelztiegel sind, wo es einfach Menschen mit unterschiedlichen Talenten gibt und wir alle miteinander in Austausch kommen.“
Kimbie Humer-Vogel
„Es gehören alle zusammen“
Für Martina Auberger, Mutter einer Bewohnerin der WG Seekirchen, brachte der Abend die zentrale Botschaft der Veranstaltung auf den Punkt: „Es gehören alle zusammen. Und wie man sieht an diesem Abend, es funktioniert.“ Auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst war die Freude über den großen Zuspruch spürbar.
„Ich habe mich sehr auf den ersten Stammtisch gefreut. Es ist einfach schön, dass alle so zahlreich erschienen sind.“
WG-Bewohnerin Kala
Mario Piff, Präsident der SoulFoodAcademy, sah durch den Abend die Grundidee des Projekts bestätigt. „Es ist einfach schön zu beobachten, mit wie wenig man so vielen Menschen eine Freude und ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann“, erklärte er. Oft brauche es lediglich einen kleinen Anstoß, um Menschen miteinander zu verbinden, ist er überzeugt. Denn: Gerade in einer Zeit, in der sich vieles ins Digitale verlagert, seien persönliche Begegnungen wichtiger denn je.
- Besucher des ersten Inklusionsstammtischs in Seekirchen am Wallersee kommen miteinander ins Gespräch und genießen den gemeinsamen Abend.
- Foto: Christian Angerer
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Fortsetzung im Oktober geplant
Nach dem erfolgreichen Auftakt soll der Inklusionsstammtisch fortgesetzt werden. Das nächste Treffen findet am Sonntag, 4. Oktober, um 18 Uhr erneut im Hofwirt in Seekirchen statt. Gleichzeitig werden engagierte Menschen aus Seekirchen und Umgebung gesucht, die das Organisationsteam künftig ehrenamtlich unterstützen und das Begegnungsformat aktiv mitgestalten möchten.
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