Fokus auf Versorgung nach Atemstillstand
Notfallsanitäter trainieren in Klessheim
- 80 Notfallsanitäter des Roten Kreuzes Salzburg trainierten Einsatzszenarien beim NFS-Tag 2026 in der Tourismusschule Klessheim.
- Foto: Rotes Kreuz Salzburg
- hochgeladen von Simon Haslauer
Was nach einer erfolgreichen Wiederbelebung passiert, kann für Patientinnen und Patienten entscheidend sein. Im Rahmen eines Fortbildungstag in Klessheim trainierten 80 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter genau diese und weitere kritische Einsatzsituationen.
KLESSHEIM. Am Samstag vertieften 80 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter des Salzburger Roten Kreuzes ihre notfallmedizinischen Kompetenzen in der Tourismusschule Klessheim. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen praxisnahe Einsatzszenarien, fachlicher Austausch und aktuelle Entwicklungen im Rettungsdienst. Das Ziel laut dem Roten Kreuz: bestehendes Fachwissen vertiefen, praktische Fertigkeiten festigen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezielt auf anspruchsvolle Einsatzsituationen vorbereiten.
- In realitätsnahen Simulationen trainierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die strukturierte Versorgung von Patientinnen und Patienten nach einem Atem-Kreislaufstillstand.
- Foto: Rotes Kreuz Salzburg
- hochgeladen von Simon Haslauer
Ein zentraler Schwerpunkt lag heuer auf dem Thema „ROSC“, also der Rückkehr des Spontankreislaufs nach einer erfolgreichen Wiederbelebung. In realitätsnahen Simulationen trainierten die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter die strukturierte Versorgung von Patientinnen und Patienten nach einem Atem-Kreislaufstillstand. Besonderes Augenmerk galt dabei der Kreislaufstabilisierung und der weiteren präklinischen Versorgung.
Training für komplexe Einsatzlagen
Im Stationsbetrieb wurden weitere zentrale notfallmedizinische Schlüsselkompetenzen geübt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer frischten ihre Kenntnisse in der EKG-Beurteilung auf, erprobten verschiedene Techniken zur Atemwegssicherung und trainierten die Triage im Großeinsatz. „Dabei stand die strukturierte Priorisierung von Patientinnen und Patienten in Ausnahmesituationen im Mittelpunkt“, informiert das Rote Kreuz.
- Die Sanitäter konnten an einer Station unterschiedliche Techniken der Beatmung am eigenen Körper erleben.
- Foto: Rotes Kreuz Salzburg
- hochgeladen von Simon Haslauer
Ergänzt wurde das praktische Programm durch zwei Fachvorträge. Ein Vertreter der Berufsrettung Wien gab Einblicke in Feldsupervision und Qualitätsmanagement direkt am Einsatzort. Zudem berichtete Dr. Paul Schlumm über Besonderheiten und Herausforderungen der Notfallmedizin in der Flugrettung.
Nach den absolvierten Trainings ist das Rote Kreuz überzeugt: „Die Kombination aus Simulation, Fachvorträgen und interdisziplinärem Austausch trägt wesentlich dazu bei, die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.“
- Im Rahmen eines Vortrages konnten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten in der EKG-Beurteilung auffrischen.
- Foto: Rotes Kreuz Salzburg
- hochgeladen von Simon Haslauer
Das könnte dich außerdem interessieren:
Weitere Berichterstattung aus dem Flachgau findest du hier.
Aktuelle Nachrichten aus Salzburg auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.