LR Hans Mayr liebäugelt mit Tiroler Teilfahrverbot für Lkw

Während der Gütertransport über die Tauern auf der Schiene von 2000 (7,7 Millionen Tonnen) bis 2013 (7,9 Millionen Tonnen) annähernd gleich geblieben ist, stieg jener auf der Straße laut VCÖ und Verkehrsministerium von 11,6 Millionen (2000) auf 13,5 Millionen Tonnen (2013). In Tirol ist die Entwicklung ähnlich, jetzt will man dort stärker gegensteuern.

Ab September 2015 dürfen Lkw der Schadstoffklasse 2 nicht mehr auf Tiroler Autobahnen fahren, 2017 soll das auch für die Schadstoffklasse 3 gelten und 2022 für Schadstoffklasse 4. Und: Bis November 2015 wollen die Tiroler ein sektorales Fahrverbot für Lkw, die Rundholz, Abfall oder Schrott transportieren, so umsetzen, dass es nicht noch einmal vom Europäischen Gerichtshof gekippt wird.

"Lkw-Verkehr ist zu billig"
Jährlich rollen rund eine Million Lkw und Sattelzüge über die Tauern, auch hier hat es seit 2000 (940.000) eine Steigerung gegeben: 2012 waren es 967.000 Lkw. Und es ist kein Ende der Entwicklung in Sicht, ganz im Gegenteil: Im ersten Halbjahr 2014 hat der Transitverkehr auf der Tauernautobahn weiter zugenommen, und zwar je nach Abschnitt um zwei bis fünf Prozent. Allein bei Anif sind täglich 63.300 Fahrzeuge unterwegs, davon nahezu 5.800 Lkw.

"Solange der Lkw-Verkehr viel billiger ist als der Güterverkehr auf der Schiene, wird hier nichts passieren", schimpft Mayr, der sich für eine Erhöhung der Lkw-Maut ausspricht und diese bekanntlich flächendeckend – also nicht nur auf den Autobahnen – eingeführt haben möchte.

Im Herbst startet die Arbeit am neuen Landesmobilitätskonzept, das neben der Forcierung des öffentlichen Verkehrs auch die Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene bewerkstelligen soll. "Ein Jahr danach wollen wir ein realistisches Programm haben, das uns in den nächsten zehn Jahren tatsächlich weiterbringt."

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Autor:

Stefanie Schenker aus Salzburg-Stadt

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