Weltmeisterin kehrte nach Fuschl zurück

Julian und Carina Edlinger haben im Teamwork Doppelgold geholt. Im Bild mit Bürgermeister Franz Josef Vogl.
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FUSCHL (buk). Feierlich in der Heimat begrüßt hat Fuschl die erfolgreichste Sportlerin, die der Ort jemals hervorgebracht hat. Die Langläuferin Carina Edlinger kehrte mit zwei Goldmedaillen und einmal Bronze von den IPC-Weltmeisterschaften in Finsterau zurück – und das, obwohl sie so gut wie blind ist. Bei den Bewerben läuft ihr Bruder Julian als Guide voraus und sagt ihr die Details zur Strecke ein.

Wappenmedaille in Gold

Nach der Ankunft der Sportler, die von den Prangerstutzen und der Musikkapelle empfangen wurden, hatten die Organisatoren im Fuschler Seebad alle Hände voll zu tun. Der Menschenansturm war derart groß, dass die Zahl der Sitzplätze spontan verdoppelt wurde. "Es ist ein Anlass, den es nicht jeden Tag gibt", freut sich Bürgermeister Franz Josef Vogl. Er hat kurzfristig auch beantragt, dass dem Bruder-Schwester-Team Fuschls Wappenmedaille in Gold verliehen wird. Der Antrag ist in der Gemeindevertreter-Sitzung einstimmig angenommen worden.

Erste Nordische Weltmeisterin

Dass die WM-Titel auch Anerkennung in der Politik, im Sport und bei den einzelnen Vereinen im Umfeld finden, beweisen die zahlreich erschienenen Ehrengäste. So hat LhStv. Astrid Rössler für die weitere sportliche Karriere der Langläuferin Fördermittel des Landes zugesagt. Michael Knaus, sportlicher Leiter der Abteilung Behindertensport des ÖSV, betonte, dass es bei den Nordischen in Österreich noch überhaupt keine Weltmeister gegeben hat. Er zollte auch Guide Julian Respekt, der immerhin das hohe Tempo seiner Schwester über die gesamte Distanz mitgehen muss.

Paralympics als nächste Station

Helmut Gassner, Vizepräsident des Salzburger Landesskiverbands, erzählte, dass er in Finsterau zu Tränen gerührt war: "Wenige Familien stecken so weit zurück, um ihren Kindern eine derartige Sport-Karriere zu ermöglichen." Nächstes Ziel des Duos sind die Paralympischen Spiele in Korea. Carina geht in Schladming zur Schule und betreibt dort während der Woche ihr Training. An den Wochenenden ist sie mit ihrem Bruder unterwegs.

Standing Ovations und Unterstützung

Neben Standing-Ovations der Besucher, die das Weltmeisterpaar feierten, wurde am Abend auch fleißig gesammelt. Alle Einnahmen durch den Verkauf von Speis und Trank kommen den Sportlern zugute. Das Rennrad- und Triathlon-Hotel Mohrenwirt hat sich gemeinsam mit Radsport Angerer dazu entschlossen, diesen Betrag zu verdoppeln. Eingezahlt wird er auf ein Sparbuch der örtlichen Raiffeisenbank, die zum Start ebenfalls eine Summe zur Unterstützung beigesteuert hat.

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