Auch am Stammtisch über die Klimakrise reden!

EBF-Chef Norbert Miesenberger (links) mit Johannes Traxler
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BEZIRK FREISTADT. BEZIRK. Temperaturextreme, Starkregen oder Trockenheit bringen enorme Herausforderungen. Der EBF Freistadt möchte das Bewusstsein der Bevölkerung für diese Problematik schärfen. Daher ist man dem Förderprogramm Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) beigetreten – übrigens als eine von 20 Regionen österreichweit und als einzige in Oberösterreich! KLAR! wurde übrigens vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus initiiert.

Frühzeitig reagieren
"Mit den Phänomenen der Veränderung müssen wir uns auseinandersetzen", warnt EBF-Obmann Alfred Klepatsch. Kurzfristig kann man nichts mehr tun, langfristig schon. Der Bevölkerung fallen die Veränderungen oft gar nicht auf. "Erst wenn es punktuell zu massiven Überschwemmungen kommt, wird uns das wieder bewusst", bestätigt EBF-Geschäftsleiter Norbert Miesenberger. Ziel der Modellregionen ist es, sich früh auf die Herausforderungen des Klimawandels einzustellen. In der Region Freistadt ist der Windhaager Johannes Traxler KLAR-Manager: "Die Bevölkerung hier hat leider mehrfach erleben müssen, welche katastrophalen Auswirkungen der Klimawandel verursachen kann, sei es durch Überflutungen, Ernteausfälle und Wasserknappheit." Johannes Traxler ist sich sicher, dass das Bewusstsein für Klimawandelanpassungsmaßnahmen gesteigert werden kann: "Medien werden vielfältig genutzt, um auch die Jugend zu erreichen." Es wird Schulprojekte und ständig neueste Nachrichten auf der Facebook-Homepage geben." Eine besondere Aktion sind die Bierdeckel, die in Gasthäusern aufgelegt werden. Auf der Vorderseite sind gängige Meinungen der Bevölkerung abgedruckt, auf der zweiten Seite die richtigen Fakten. Beispiel: Die Behauptung "Es findet keine Erderwärmung statt. Das ist nur Panikmache" wird widerlegt: "Der menschliche Einfluss auf das Klima und die Erderwärmung ist keine Glaubensfrage, sondern eine wissenschaftliche Tatsache und basiert auf jahrzehntelanger Forschung." Natürlich wird es noch weitere Maßnahmen geben (siehe Info-Box). Traxler ist auch wichtig, dass Begriffe richtig transportiert werden: "Der Name Wandel kann auch positiv besetzt sein. Klimakrise trifft es besser!"
Infos: energiebezirk.at

Info-Box:

Geschaffen werden Himmelsteiche als dezentraler Niederschlagsrückhalt, einfache Rückhaltebecken, Lebensraum für Insketen und Amphibien, Rückhalt für Niederschlagswasser zur Trinkwassersicherung

Klimaerlebnisweg als Bewusstseinsbildung in der Natur; an interaktiven Stationen sollen Auswirkungen aber auch Chanen kommuniziert werden.

Klimafitte Mischwälder: Infos besonders für Hof-ferne und neue Waldbesitzer

Hangwassermanagement: unter anderem durch Schaffung von Retentionsmöglichkeiten wie Zisternen

Climatehealth: Bewusstsseinsbildung zum Einfluss des Klimawandels auf die Gesundheit (längere Hitzeperioden etc)

Trinkwasser: Infos zum sparsamen Umgang

Invasive Neophyten:
Probleme mit gebietsfremden Pflanzen

Wetterfrösche:
Das Entkräften von Klimamythen und der Hinweis auf die regionalen Wetterstationen

Autor:

Elisabeth Hostinar aus Freistadt

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