„Alte Mauern, neu erleben“
Für die Burgruine Prandegg in Schönau gibt es große Pläne
- Der Burgverein Prandegg verfolgt das Ziel, die historische Anlage nicht nur langfristig zu erhalten, sondern sie auch als lebendigen Erlebnisort weiterzuentwickeln.
- Foto: Burgverein Prandegg
- hochgeladen von Jennifer Wiesmüller
„Alte Mauern, neu erleben“ – so lautet der Titel eines Interreg-Projekts, das bis 2028 die Zukunft der Burgruine Prandegg in Schönau mitgestaltet.
SCHÖNAU/M. Im Mittelpunkt stehen sowohl Maßnahmen zur Erhaltung der historischen Bausubstanz als auch neue touristische Angebote, die die Burg für Besucher noch attraktiver machen sollen. Als einer der ersten Schritte des Projekts wird der 26 Meter hohe Turm saniert. Dieser ist seit Jahrhunderten unberührt und wird vermehrt durch Niederschläge und Frost geschädigt. Egal, ob Profi-Handwerker, geschickter Heimwerker oder motivierter Helfer – jeder kann bei der Turmerhaltung seinen Beitrag leisten, denn für die Sanierung ab 3. August bis voraussichtlich Ende Oktober werden viele freiwillige Helfer benötigt.
Freiwillige Helfer packen mit an
Im ersten Schritt wird der Turm vollflächig eingerüstet und im Anschluss mit Hilfe einer Baufirma das Mauerwerk saniert. Freiwillige Helfer sollen die anwesenden Facharbeiter bei den Arbeiten am Boden unterstützen. Spezifisches Werkzeug wird seitens des Burgvereins zur Verfügung gestellt. Die Helfer sind gebeten, in festem Schuhwerk sowie passender Arbeitskleidung zu erscheinen. Unterstützer können sich bei Helmut Ölinger, Obmann des Burgvereins, melden: 0664 39 03 159.
Grüner Fingerabdruck auf den Mauerkronen
Im Rahmen des Interreg-Projekts werden auch die Mauerkronen der Altburg gesichert. Dabei setzt man auf eine extensive Begrünung, die das Regenwasser gezielt ableitet und der historischen Bausubstanz einen nachhaltigen grünen Fingerabdruck verleiht. Darüber hinaus sind auch Arbeiten zur Stabilisierung des Fundaments der Altburg vorgesehen.
Neue Wege, um Geschichte zu entdecken
Die Burgruine Prandegg soll künftig neue Wege öffnen, um ihre Geschichte auf zeitgemäße Weise zu entdecken. Eine interaktive digitale Ausstellung mit 3D-animierten Stationen auf der Burg ist geplant. Ein Kurzfilm soll die Entstehung, die Erweiterungen, den Verfall sowie die Maßnahmen zur Sicherung der historischen Substanz zeigen. Auch das Engagement der freiwilligen Helfer wird durch informative Schautafeln sichtbar gemacht. Darüber hinaus dürfen sich Gäste auf ein digitales, grenzüberschreitendes Outdoor-Escape-Spiel freuen.
Die Gesamtkosten für das Projekt auf der Burgruine Prandegg belaufen sich auf rund 770.000 Euro.
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