LANGZEIT-BÜRGERMEISTER
Ära Scheuwimmer endet nach 10.758 Tagen

Bürgermeister und Handwerker: Anton Scheuwimmer
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  • hochgeladen von Roland Wolf

PREGARTEN. Am Donnerstag, 24. September, leitet Anton Scheuwimmer (ÖVP) seine letzte Gemeinderatssitzung. Am 30. September begibt er sich nach 10.758 Tagen – das sind 29 Jahre, fünf Monate und zwölf Tage – endgültig in den Ruhestand als Bürgermeister. Sein Nachfolger wird Vizebürgermeister Fritz Robeischl (40) werden – zunächst interimistisch und ab der Wahl und Angelobung am 22. Oktober offiziell.

Scheuwimmer (63) hat in seiner fast drei Jahrzehnte währenden Ära viele Höhen, aber auch ein paar Tiefen erlebt. Als seine Partei 2003 die absolute Mehrheit an die SPÖ verlor und er selbst nur mit wenigen Stimmen Vorsprung die Bürgermeisterdirektwahl gewann, war er drauf und dran, alles hinzuschmeißen. Erst eine genaue Analyse des Wahldebakels, für das er selbst am wenigsten konnte, stimmte ihn um. 2009 drehte die ÖVP die Machtverhältnisse in Pregarten wieder zu ihren Gunsten und 2015 wurde sie in ihrer Arbeit bestätigt.

Zur Politik kam Scheuwimmer über den Sport. Er war Sektionsleiter im Volleyball und BMX-Radfahren bei der ÖVP-nahen Union Pregarten. Außerdem hat ihn das Elternhaus stark geprägt. Der Opa war elf Jahre lang ÖVP-Gemeinderat, der Papa gleich 36 Jahre. "Wir Scheuwimmers waren insgesamt 82 Jahre in der Kommunalpolitik tätig." Manchmal waren sie sogar parallel am Werk.

Absolute Höhepunkte in Anton Scheuwimmers Ära waren die Eröffnung des Kulturhauses Bruckmühle (2000) und die Erhebung Pregartens zur Stadtgemeinde (2003). "Das ist ein Ereignis, das es nur einmal gibt – etwas Unwiederbringliches", sagt Scheuwimmer. Und dass es in einer kleinen Stadt wie Pregarten ein Kulturhaus wie die Bruckmühle gebe, sei für ihn geradezu sensationell. "Bei der Bruckmühle, deren Bau anfangs durchaus umstritten war, haben wir von null begonnen. Aber es war uns wichtig, einen Ort der Identifikation zu schaffen." Nur zwei Jahre nach ihrer Eröffnung soff die Bruckmühle im Zuge des Hochwassers der Feldaist buchstäblich ab. Im Nachhinein hat Scheuwimmer aber auch positive Gefühle, wenn er an dieses Naturereignis zurückdenkt: "Die Solidarität unter den Pregartnern war damals riesig und freut mich noch heute."

Seine Arbeit als Bürgermeister hat er gerne und mit großer Begeisterung gemacht. "Unzählige Kontakte mit der Bevölkerung, emotionale Momente, freudige Anlässe, interessante Begegnungen, engagierte Diskussionen, intensive Sitzungen, aber auch Rückschläge haben mir einen riesigen Erfahrungsschatz bereitet", schreibt der scheidende Politiker in einem aktuellen Bürgermeisterbrief. Im Gespräch mit der BezirksRundschau ergänzt er: "Ich glaube, ich war in jedem Pregartner Haushalt irgendwann einmal persönlich." Was ihn besonders freut: "Manche Menschen haben sich auch dann bei mir gemeldet, wenn es ihnen persönlich schlecht ging – das ist ein großer Vertrauensbeweis."

Die Pregartner Politik verlässt Scheuwimmer mit einem guten Gefühl: "Ich weiß, dass ich mit Fritz Robeischl einen perfekten Nachfolger habe, der mit Bodenständigkeit und hoher Kompetenz diese Verantwortung übernehmen wird."

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