20.09.2017, 11:43 Uhr

Kreisel goes Weltmarkt

Offizielle Eröffnung (von links): Markus Kreisel, Christian Schlögl, Bundeskanzler Christian Kern und Arnold Schwarzenegger. (Foto: fotokerschi.at/Kerschbaummayr)
RAINBACH. Eine Eröffnung der Superlative wurde den mehr als 900 hochkarätigen Gästen am Dienstag geboten: Kreisel Electric präsentierte sein neues, hochmodernes Hauptquartier, ein Hightech-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Apfoltern (Gemeinde Rainbach im Mühlkreis). Den Glamour von Hollywood und internationaler Politik brachte der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und als Terminator und Schauspieler bekannte Arnold Schwarzenegger. Die Kreisel-Brüder haben Schwarzeneggers Geländewagen zu einem sparsamen, aber dynamischen Elektrofahrzeug umgebaut und damit weltweit aufsehen erregt. „Der Motor der Zukunft ist jetzt auch in meinem Hummer. Ich möchte mich ganz herzlich bei Kreisel bedanken und gratuliere zu dieser Eröffnung und diesem Gebäude“, sagte „Arnie“.

Die drei als "Batterie-Brüder" bekannten Johann, Markus und Philipp Kreisel holten sich als weiteren Geschäftsführer Christian Schlögl an Bord. 2014 wurde die Firma Kreisel Electric gegründet. „Christian ist unser vierter Bruder. Ohne ihn wären wir nicht dort, wo wir jetzt sind“, sagte Markus Kreisel bei der Eröffnung. Schlögl: „In den vergangenen drei Jahren sind wir rasant gewachsen. Da steckt unheimlich viel Arbeit dahinter. Wir verlassen damit das Garagen-Image und starten die Internationalisierung dank unserer herausragenden Technologie. Ziel ist es, Kreisel als Marktführer zu etablieren."

Dass Kreisel Electric den Mitbewerbern teilweise um bis zu zwei Jahre voraus ist, beeindruckt auch Schwarzeneggers Neffen, Patrick Knapp-Schwarzenegger. Er steigt zusammen mit einer Gruppe von strategischen Partnern mit 15 Prozent beim Mühlviertler Batterienfertiger ein. Er und seine Partner unterhalten ein weltweites Netzwerk prominenter Politiker und Geschäftsleute. Knapp-Schwarzenegger: „Kalifornien hat bewiesen, dass Jobs und Profite durch erneuerbare Energietechnologien lukriert werden können, und zudem einen positiven Effekt auf die Umwelt haben. Unser Ziel ist es, Kreisel Electric zu einem globalen Marktführer bei E-Mobilität zu machen. Wichtige Märkte sind neben der EU die USA, China und Indien. Kreisel Electric wird eine wichtige Rolle spielen."

Bundeskanzler Christian Kern zeigte sich ebenfalls stark beeindruckt von der Arbeit der Kreisel-Brüder und ihrer Mitarbeiter und ist überzeugt vom großen Potenzial der Firma: „Ich bin stolz, dass Kreisel Electric den Prozess der Elektrifizierung in Österreich und weltweit vorantreibt. Die Zukunft ist elektrisch. Und diese unglaubliche Wende passiert nicht in Silicon Valley, Tel Aviv oder Berlin, sondern hier in Rainbach im Mühlkreis. Sie haben Österreich damit einen großen Gefallen erwiesen.“

„Diese Eröffnung heute ist fast schon  ein Jahrhundert-Ereignis“, zeigt sich Rainbachs Bürgermeister Fritz Stockinger überwältigt. Obwohl die Brüder so erfolgreich sind und international im Fokus stehen, sind sie bodenständig und bescheiden geblieben: „Wir haben am Eröffnungstag noch bis 16 Uhr gearbeitet und werden auch weiterhin hart arbeiten! Mit Kreativität und guten Mitarbeitern schaffen wir das. Vom heutigen Abend bin ich überwältigt“, sagte Markus Kreisel.



Zur Sache:
Die Erfolgsgeschichte der Kreisel-Brüder begann 2012. Markus: „Damals kaufte sich unser Vater ein Elektro-Auto und wir haben sofort verstanden, dass das die Zukunft ist. Jetzt ist die Kreisel Electric GmbH ein weltweit bekannter Entwickler und Hersteller von Akkumulatoren. Stolz ist man auf die leichteste und sicherste Traktionsbatterie mit höchster Leistungsbilanz und maximaler Lebensdauer. Der neue Standort beinhaltet eine Musterwerkstatt und eine komplette automatische Produktionslinie für E-Akkumulatoren. Die Geräte eignen sich nicht nur für Autos, sondern auch Busse, Boote und Flugzeuge. Derzeit arbeiten bei Kreisel mehr als 70 Mitarbeiter, ab 2018 sollen es mehr als 200 sein.
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