29.11.2016, 12:47 Uhr

Abkoch-Empfehlung für Trinkwasser aufgehoben

Eine Klärschlamm-Ausbringung könnte Auslöser für die Wasserverunreinigung in Glasing gewesen sein.
Eine Woche lang waren 38 Haushalte in Glasing dazu aufgerufen, ihr Trinkwasser vor der Verwendung abzukochen. Der Grund: Bei einer Routine-Untersuchung durch die Biologische Station Illmitz waren coliforme Keimen und Enterokokken im Wasser entdeckt worden.

"Das Wasser wurde mit Chlor behandelt. Das stellt bei abgekochtem Wasser keine Gefahr für die Bevölkerung dar und beseitigt die Enterokokken", erklärt Otto Weinhofer, Obmann der Wassergenossenschaft Glasing. Er hat die Abkoch-Empfehlung am Wochenende aufgehoben.

Suche nach Verursacher

Wer oder was für die Verunreinigung verantwortlich ist, dürfte Mitte Dezember feststehen. "Die Bezirkshauptmannschaft ermittelt wegen Klärschlammausbringung als mögliche Ursache", bestätigt Bezirkshauptfrau Nicole Wild. Das Verfahren werde in zwei bis drei Wochen stattfinden.

Ein Zusammenhang mit der Ausbringung von Klärschlamm durch einen Landwirt sei denkbar, meint auch Weinhofer. "Durch die starken Regenfälle in den letzten Wochen konnte der Boden nicht alle Niederschläge aufnehmen, Material wurde abgeschwemmt. Dadurch ist Oberflächenwasser in den Brunnen gelangt", sagt Weinhofer.

"Umfassende Nachkontrollen durch die Untersuchungsanstalt sind nach Abschluss der Maßnahmen durchzuführen. Die Ergebnisse sind den zuständigen Behörden vorzulegen, die über Folgemaßnahmen entscheiden werden", ergänzt Maria Schiechl von der Lebensmittelaufsicht in der Landesregierung.

Die Wassergenossenschaft Glasing versorgt rund die Hälfte der Ortsbewohner mit Trinkwasser.
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