Aus dem Haller Gemeinderat
Gemeinderat ringt um Zuschuss für den SV Hall
- Die Betriebskostensubvention für den SV Hall sorgte in der Gemeinderatssitzung für reichlich Diskussionen.
- Foto: Stadtzeitung Hall in Tirol
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Die Betriebskostensubvention für den SV Hall sorgte in der jüngsten Haller Gemeinderatssitzung für reichlich Diskussionen. Im Raum stand eine außerordenliche Unterstützung in Höhe von 108.000 Euro.
HALL. In der jüngsten Sitzung des Haller Gemeinderats sorgte der Tagesordnungspunkt Nachtragskredite/Betriebskostensubvention für den SV Hall 2026 für intensive Diskussionen. Konkret ging es um einen Nachtragskredit und die Frage, in welcher Höhe die Stadt den Verein bei den laufenden Kosten unterstützt. Die Stadt verpachtet dem SV Hall die Sportanlage in der Unteren Lend, die anfallenden Betriebskosten trägt grundsätzlich der Verein. Dafür beantragte der SV Hall nun eine Subvention. Bürgermeister Christian Margreiter verwies auf die möglichen Kosten für die Stadt, sollte die Anlage wieder von der Gemeinde betrieben werden. Zu Jahresbeginn wurden dafür 299.600 Euro inklusive Platzwart kalkuliert. Mit einer Subvention von 108.000 Euro erspare sich die Stadt somit 189.600 Euro, argumentierte Margreiter. Zudem verwies der Bürgermeister auf den Pachtvertrag: Wird die Subvention nicht beschlossen, könne der SV Hall den Vertrag auflösen. Die Anlage würde dann an die Stadt zurückfallen und die laufenden Kosten wären von der Gemeinde zu tragen.
- Am Ende ging das Ansuchen trotz fünf Enthaltungen mehrheitlich durch den Gemeinderat.
- Foto: Richter/Hubmann
- hochgeladen von Georg Hubmann
Transparenz und Unterlagen
Für einige Gemeinderäte blieben beim Ansuchen Fragen offen. Gemeinderätin Angelika Sachers (SPÖ Hall) kritisierte im Zusammenhang mit dem Ansuchen die fehlenden Unterlagen. „Mir geht es darum: Es hat kein ordentliches Subventionsansuchen gegeben. Es gibt keine Unterlagen darüber, wie sich die Betriebskosten zusammensetzen. Als Mitglied des Überprüfungsausschusses fehlen die Daten. Zudem ist es auch eine Ungleichbehandlung gegenüber den anderen Subventionswerbern.“ Gemeinderat Niki Niedrist (Für Hall) hält fest: „Die Geschichte, dass es keine Unterlagen gibt, stimmt einfach nicht. Das ist kein neues Thema. Und selbst wenn es so wäre, dass keine Unterlagen vorliegen, haben manche Gemeinderäte den Weg gewählt und sich die Ausführungen des Finanzverwalters zu den Betriebskosten erklären lassen.“ Gemeinderat Thomas Viertl (MFG) begründete seine Ablehnung des Antrags mit fehlender Transparenz und dem Grundsatz der Gleichbehandlung aller Förderungswerber. „2024 haben wir neue Förderrichtlinien ausgearbeitet und beschlossen, die klar vorgeben, wie ein Antrag auf eine Sondersubvention zu erfolgen hat. Das ist in diesem Fall einfach nicht passiert“, sagt Viertl, der auch Obmann des Überprüfungsausschusses ist. „Wir haben eine bestehende Vorschrift, und die ist aus meiner Sicht nicht erfüllt.“ Viertl kritisierte zudem die Höhe der beantragten Unterstützung. Bei einer Subvention in dieser Größenordnung müsse man genauer hinsehen, zumal die 108.000 Euro rund ein Drittel der gesamten Subventionen der Stadt ausmachen würden. Unter diesen Umständen sei eine Zustimmung für Viertl nicht möglich. Bürgermeister Margreiter erklärt dazu: „Es geht darum, was wir uns ersparen. Man kann natürlich einfordern und sagen: Weist uns das nach. Das Risiko ist dann, dass es für uns deutlich höher sein wird. So finde ich es eigentlich ein Vorteil für die Stadt und das ist für mich die Richtschnur.“ Vizebürgermeisterin Julia Schmid (SPÖ Hall) meint: „Ich habe Verständnis dafür, dass es eine Betriebskostenunterstützung braucht. Aber ich finde, es wurde komplett falsch angegangen. Daher werde ich mich enthalten.“ Bürgermeister Margreiter (Für Hall) erklärt: „Es geht jetzt darum, dass der Betrieb dort unten weitergehen kann. Der SV Hall steht einfach an, wenn er das Geld nicht bekommt.“ Stadtrat Daniel Neuner (ÖVP) ergänzt, dass der Verein bereits heuer ein Subventionsansuchen gestellt habe, allerdings nicht in dieser Höhe. „Sie haben nicht gewusst, dass sie die Betriebskosten als Subvention beantragen müssen. Wir haben aber heuer im Sportamt die Zahlen aufliegend bekommen.“ Am Ende ging das Ansuchen trotz fünf Enthaltungen mehrheitlich durch den Gemeinderat.
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