Gars am Kamp
Initiative gegen Lärmbelästigung startet Petition
- Bei der Petitionsübergabe: Huberta Winkler, Bürgermeister Martin Falk, Werner Weihs-Raabl, Sissi Nautz und Elke Hofbauer.
- Foto: Manuela Danzinger
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In Gars am Kamp hat eine Initiative, die sich gegen Lärmbelästigung durch Lkw auf der B34 engagiert, eine Petition gestartet. Auch zu Bürgermeister Martin Falk hat die Initiative bereits Kontakt aufgenommen.
GARS. Werner Weihs-Raabl von der Bürgerinitiative sieht das Hauptproblem bei internationalem Transitverkehr. Seit bald 60 Jahren lebt er hier. Die Belastung durch Feinstaub und Lärmbelastung durch den Schwerverkehr sei in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert.
Die Horner Straße sei durch den zunehmenden Schwerverkehr für Radfahrer und Fußgänger gefährlich geworden, denn viele der tschechischen oder polnischen Fahrer halten sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung. Es gäbe zwar Umfahrungsstraßen, wie die nahegelegene Horner Straße, doch die wird anscheinend kaum genutzt. Denn der internationale Transitverkehr durch das Kamptal gehört gestoppt.
Forderung nach Lösung für alle
Gars als zertifizierter Luftkurort benötige laut Weihs-Raabl auch entsprechende Standards. "Ein Fremdenverkehrs- und Luftkurort mit Kolonnen von Transit LKWS ist eigentlich absurd", meint er. Mit dieser Initiative strebt die Gruppe um Weihs-Raabl und Huberta Winkler eine passende, gerechte und alle zufriedenstellende Lösung an.
Auch Werner Winkler, der direkt an der Horner Straße wohnt, meint: "Verkehrsberuhigende Maßnahmen, wie Geschwindigkeitsbegrenzung, Fahrrad und Fußgängerwege wären dringend notwendig. Außerdem sollte eine Lkw-Durchfahrt nur für Ziel und Quellverkehr erlaubt sein. Entsprechende Tafeln gibt es ja."
Das sagt der Bürgermeister dazu
Dem Garser Bürgermeister Martin Falk (ÖVP) wurde einen Tag vor der Gemeinderatswahl von Huberta Winkler, der Sprecherin der Bürgerinitiative, eine Petition persönlich übergeben. Nach einem konstruktiven Gespräch erklärte Falk, dass die Marktgemeinde Gars am Kamp diese Petition an die zuständige Bezirkshauptmannschaft Horn weiterleiten wird.
- Enge Straßenverhältnisse und Schwerverkehr sorgen für gefährliche Situationen.
- Foto: Werner Weihs-Raabl
- hochgeladen von Nicole Kaspar
Falk nimmt im Weiteren zu dem Vorwurf, die Gemeinde hätte keinerlei erkennbare Schritte gesetzt, um dieses Problem zu reduzieren, für MeinBezirk Horn, wie folgt Stellung. Auf wiederholten Antrag der Marktgemeinde Gars am Kamp habe die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde im November 2024 eine erneute verkehrsrechtliche Überprüfung abgehalten, erklärt der Bürgermeister.
"Im Befund dieser Amtshandlung wurde auf die umfassende Verkehrserhebung des Jahres 2020 hingewiesen. Bereits 2020 stellte der Gutachter fest, dass der Anteil des Lkw-Güterverkehrs auf der LB 34 im Ortsgebiet von Gars am Kamp von Montag bis Freitag bei rund sieben Prozent lag, und somit keine Auffälligkeiten bestanden. Der Schwerverkehrsanteil befindet sich deutlich unter dem niederösterreichischen Durchschnitt auf Landesstraßen von zehn Prozent. Ältere Erhebungen ergaben einen durchschnittlichen Lkw-Verkehr im Jahr 2007 von 8,5 Prozent, im Jahr 2011 9,4 Prozent, im Jahr 2013 8,6 Prozent, im Jahr 2014,7,5 Prozent und im Jahr 2019 6,7 Prozent. Aus verkehrstechnischer Sicht wurde es aber trotzdem als sinnvoll erachtet, neuerlich bei km 34,200 der LB 34 eine Verkehrszählung für den Zeitraum von mindestens einer Woche außerhalb winterlicher Fahrbedingungen durchzuführen. Gerne berichte ich in weitere Folge über das Ergebnis dieser Verkehrszählung“, so Falk weiter.
Sowohl der Bürgermeister als auch die Initiative streben nun eine gemeinsame Lösung zur Verkehrsberuhigung an, die eine Verbesserung der Situation erreichen soll.
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