Was die Fortsetzung der zur Zeit auf Eis gelegten Meisterschaften im Unterhaus angeht, gibt es viele Szenarien
Vereine stöhnen unter Spielausfällen

Der SV Haiming, im Bild Bernhard Pöllauer, würde im Falle eines Meisterschaftsabbruchs um den möglichen Aufstieg umfallen.
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  • Der SV Haiming, im Bild Bernhard Pöllauer, würde im Falle eines Meisterschaftsabbruchs um den möglichen Aufstieg umfallen.
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  • hochgeladen von Peter Leitner

OBERLAND (pele). Tirols Fußballplätze sind verwaist und werden das wohl auch eine lange Zeit noch bleiben. Bisher ist nicht abschätzbar, wenn der Spielbetrieb angesichts der Coronakrise wieder aufgenommen werden kann. Verschiedene Szenarien sind denkbar. Als sehr wahrscheinlich gilt, dass die laufende Saison, in welcher der Spielbetrieb im Frühjahr nicht mehr aufgenommen werden konnte, abgebrochen wird. Aufsteiger würde es dann ebenso nicht geben wie Absteiger.

Zuletzt wurde freilich auch eine weit radikalere Lösung diskutiert. Diese würde vorsehen, dass im heurigen Jahr – also auch im Herbst – im Fußball-Unterhaus von der Tiroler Liga abwärts überhaupt nicht mehr gespielt wird. In diesem Fall würden die aktuellen Tabellenstände eingefroren und die Meisterschaften im Frühjahr 2021 fortgesetzt werden.

Wie aber wird die aktuelle Situation in den Vereinen gesehen? Hugo Götsch etwa ist Obmann des SV Haiming, dem aktuellen Tabellenführer in der Gebietsliga West. Bei einem Meisterschaftsabbruch würde der klare Titelfavorit um einen möglichen Aufstieg gebracht werden. „Die Situation wird so sein, wie sie ist. Es wird auch nichts helfen, wenn wir dadurch benachteiligt werden. Ein Abbruch scheint mir aktuell in jedem Fall die realistischste Variante“, sagt Götsch.

Der Vereinschef führt überdies weiter an: „Würde wirklich ein ganzes Jahr nicht gespielt werden, wäre das für die Vereine ein Wahnsinn. Denn 40 Prozent unserer Kosten laufen auch ohne Spiel- und Trainingsbetrieb weiter. Außerdem wäre damit zu rechnen, dass etwa Vereine aus der Regionalliga, die ja offenbar spielen würden, noch verstärkter als sonst um unsere stärksten Spieler werben würden. Da droht dann auch noch eine Ausdünnung des Kaders.“

Auch Christian Kranebitter, Obmann der SPG Silz/Mötz, bewertet die aktuelle Situation als äußerst schwierig. „So wie es derzeit ist, ist es schwierig, vor allem die jungen Spieler weiter an den Fußball zu binden. Für den Breitensport ist das durchaus eine gewisse Gefahr. Wenn dann auch noch Regionalliga-Vereine daher kommen und etwa in der möglicherweise nicht spielberechtigten Tiroler Liga nach Spielern wilden, hätte das mit Sportlichkeit nichts mehr zu tun.“

Der SV Haiming, im Bild Bernhard Pöllauer, würde im Falle eines Meisterschaftsabbruchs um den möglichen Aufstieg umfallen.
Silz/Mötz-Obmann Christian Kranebitter: „Durch die fehlenden Spiele verlieren gerade junge Kicker die Bindung zu ihrem Sport."
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