Winterzeit ist Medaillenzeit

Aber zuerst wird beim Audi FIS Ski-Weltcup Auftakt am 27. Und 28. Oktober in Sölden überprüft wer in der Ferienzeit die Hausaufgaben am besten gemacht hat. Für die weltbesten SkifahrerINNEN und ihre Trainer ist Sölden ist so etwas wie ein Zwischenzeugnis der PISA-Studie. Wer am Rettenbachgletscher vorn ist, ist in Form, hat richtig trainiert.

Es gibt untrügliche Zeichen, dass der Winter vor der Tür steht. Zum einen nehmen die Jubelmeldungen in den Medien zu, weil sich das Ozonloch über der Arktis doch noch zu schließen scheint, zum anderen wird Oberösterreichs Landeshauptmann des Öfteren im Wald gesichtet. Damit sich unsere Bundeshauptstadt für das Christkindl g`scheit herausputzen kann, wird eine schnurgerade, 100 Jahre alte Fichte mit mindestens 80 cm Stammdurchmesser gesucht. Damit will der Landeshauptmann allen Wienern, speziell aber den Herrn Bürgermeister Häuptl und unseren Bundespräsidenten Heinz Fischer, im Namen des Volkes seine Aufwartung machen. Wenn dem so ist, kann es vorkommen, dass die Ostösterreicher im Stau stehen. Wegen der Fichte hinter der alle herfahren, oder weil es geschneit hat, quasi schon früh im Herbst Winter ist. Mit dem ersten Schneestau ist der Auftakt zum Audi FIS Ski-Weltcup Auftakt in Sölden bei den Skifans in aller Munde. Die UCI, der Rad Weltverband, wartet derweil aber noch immer auf die Unterlagen der USADA bezüglich der Anerkennung oder Ablehnung des Urteils zum Thema Lance Armstrong. Da wird wohl richtig Winter werden, bis die US Post über die geschlossene Eisdecke des Nordmeeres Briefe in Europa zustellen wird. Winterzeit ist auch, wenn Funktionäre in ganz Österreich nicht nur Medaillen vorhersagen, sondern, wenn Sportler prognostizierte Medaillen tatsächlich erringen, ja dann ist überall in Österreich Winter. Womit wir bei den Skisportlern sind. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Für den Damen-Riesenslalom am Samstag, den 27. Oktober wird Damen Cheftrainer Herbert Mandl aus dem Vollen schöpfen können. Neun Startplätze erhalten die ÖSV Damen. Sieben österreichische Damen haben einen fixen Startplatz. Da Marlies Schild voraussichtlich auf einen Start in Sölden verzichtet, werden 10 Damen um zwei oder drei Startplätze in einer Qualifikation „rittern“, darunter drei bis vier Mädchen aus dem Europacupkader. Ähnlich ist die Situation bei den Herren. Dem ÖSV-Herren Team stehen beim Weltcup Auftakt in Sölden am Sonntag, den 28. Oktober neun Startplätze im Weltcup zu, zusätzlich ein Startplatz, den der junge Sölder Florian Scheiber, als Europacup Gesamtsieger von 2011/2012 für sich persönlich während der gesamten Saison innehat. Rainer Gstrein, ÖSV-Spartentrainer und zugleich Rennleiter in Sölden sagt: „Wenn nichts Ungewöhnliches passiert, sind von den neun fixen Plätzen acht vergeben, um den verbleibenden Quotenplatz wird in einem umfangreichen Verfahren aus 10 Athleten ausgesiebt.“
Auch Sölden ist für den Weltcup Auftakt und für den Winter gerüstet. Die neue Schneeanlage hat ihre erste Bewährungsprobe bestanden. Der berüchtigte Steilhang ist um ein bis zwei Tore länger geworden. Streckenchef Isi Grüner hat gemeinsam mit seinem Team von den Bergbahnen Sölden den Sprühbalken weiter entwickelt, sodass in nur acht Stunden die Wasserpräparierung „feingetunt“ machbar ist. In den Schaufenstern der 28 Sportgeschäfte werden die neuesten Winterklamotten ausgestellt und überall erfährt man, zur Freude der jungen Skifahrer, wann welcher Skistar wo Autogramme schreibt. Der Stundenkalender der Schule wird da zum nebensächlichen Kalendarium. In Söldens Sportpalast, der Freizeit Arena geben sich die Stars aller Nationen die Türklinke in die Hand. Hier trainieren sie in der Kraftkammer, dehnen ihre gestählten Körper und balanzieren auf schmalen Bändern von einem Ende zum anderen um das Gleichgewicht und die Feinmotorik zu festigen, während das Ozonloch in der Arktis zur Gänze verschwindet und wir uns auf wichtigere Dinge konzentrieren können: Auf Erfolge des Österreichischen Skiteams.

Autor:

Stephan Zangerle aus Imst

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